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Fligges Netzwelt : Gute Vorsätze für den Nerd

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gesünder essen und mehr Sport – aber auch die IT darf in der Liste der guten Absichten nicht fehlen.

von
erstellt am 30.Dez.2015 | 18:18 Uhr

Die Liste ist jedes Jahr die gleiche – sie enthält meine guten Vorsätze fürs neue Jahr. Viele meiner Freunde und Bekannten haben die Sache mit den Vorsätzen für Quatsch befunden und aufgegeben. Klappt ja eh nie. Aber so ist es nun einmal mit den Idealen. Sie bleiben unerreichbar, und dennoch hilft uns das Streben danach.

Dieses Jahr werde ich meine Vorsätze um eine neue Kategorie erweitern. Weniger Fleisch essen, mehr Sport treiben – soweit klar. Aber was ist mit der Technik? Wir haben mittlerweile den Luxus, uns über eine für Mensch und Umwelt nachhaltige Ernährung Gedanken zu machen. Warum nicht auch über Bits und Bytes?

Für Facebook, Google und andere datenintensive Dienste werden immer größere Rechenzentren gebaut. Dazu kommen unzählige kleinere Anbieter. Weltweit sollen auf Rechenzentren geschätzt etwa 1,5 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs entfallen.
Zwar sinkt laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums in Deutschland der Stromverbrauch der Informations- und Kommunikationstechnologien. Das liegt jedoch an technischen Innovationen, nicht an uns Verbrauchern. Wir speichern gigantische Berge unnötiger Daten in der Cloud, verschicken unzählige Videos und Bildersammlungen über Messenger, laden Fotos vom Essen ins Netz. Selten stellen wir uns die Frage, ob das sein muss. Es ist ja so bequem und einfach.

Hinzu kommt der Stromverbrauch unserer Geräte: Rechner laufen die Nacht durch, während der Mittagspause bleibt der Bildschirm im Büro an, stromfressende Apps laufen ungenutzt im Hintergrund auf unseren Smartphones, die mittlerweile schon fast zweimal täglich aufgeladen werden müssen. Fortschritt und Innovation – das muss sich doch auch mit Köpfchen nutzen lassen, denke ich. Und schreib es auf die Liste.

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