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Google-Index : Google wertet schlechte Mobil-Seiten ab

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Acht Wochen nach einer ersten Ankündigung macht Google nun Ernst: Von Dienstag an werden Webseiten schlechtere Rankings im Google-Index erhalten, die sich auf Smartphones und Tablet Computer nicht gut darstellen lassen.

Von heute an werden Webseiten schlechtere Rankings im Google-Index erhalten, die sich auf Smartphones und Tablet-Computer nicht gut darstellen lassen. „Da immer mehr Menschen Mobilgeräte für den Zugriff auf das Internet verwenden, müssen sich unsere Algorithmen diesen Nutzungsgewohnheiten anpassen“, hieß es in einem offiziellen Blogeintrag des Webmaster-Teams von Google.

Das könnte besonders von Privatleuten und kleineren Unternehmen erstellten Seiten maßgeblich schaden: Denn das sogenannte „Responsive Design“, das die Inhalte der Seite auf allen Geräten gut aussehen lässt, ist für Laien schwer umzusetzen. Unternehmen, die sich professionelle Techniker für ihre Angebote leisten können, werden bevorzugt. Auch öffentliche Seiten wie kiel.de oder lübeck.de oder schleswig-holstein.de (Foto, v.l.) rasseln reihenweise durch die Analyse der Google-Entwickler. Ebenso wie die Webpräsenzen von Husum und Schleswig. sylt.de, rendsburg.de und eckernfoerde.de bestehen den Google-Test.

Bei einer Google-Suche sind die ersten drei Treffer diejenigen, die mit großem Abstand am häufigsten angeklickt werden. Schon Platz elf wird von den meisten Nutzern kaum noch beachtet. Im Netz nennen manche die Änderung im Algorithmus in Anspielung auf Armageddon auch „Mobilegeddon“. Es kursieren unter dem Hashtag bei Twitter entsprechend viele Werbeangebote für eine Optimierung der mobilen Webseite.

Dabei geht es beispielsweise um Schriftgrößen, die nicht zu klein sein dürfen, oder Navigationselemente, die sich gut mit dem Finger auf einem berührungsempfindlichen Bildschirm bedienen lassen. Zu einer Abwertung führen Inhalte, die auf Mobilgeräten in der Regel nicht dargestellt werden können, wie beispielsweise Adobe Flash. Als mobil-unfreundlich gilt eine Seite auch dann, wenn der Inhalt nicht an die Größen der Geräte angepasst wird und so ein lästiges Hin- und Herschieben der Seite nötig ist.

Bei der Suche auf einem Desktop-Computer soll die Mobilfreundlichkeit in den Suchergebnissen nicht relevant sein. Experten halten es aber für möglich, dass die bessere Nutzererfahrung bei einer für mobile Endgeräte optimierten Website indirekt zu positiven Signalen und damit besseren Rankings führt. „Dieser Wechsel wird die Mobil-Suche in allen Sprachen weltweit betreffen und eine signifikante Auswirkung auf unsere Suchergebnisse haben“, heißt es bei Google. Der neue Algorithmus soll auch Inhalte von Apps auf der Mobilplattform Android besser durchsuchbar machen. Mobil-Programme, die über einen Index verfügen, haben eine Chance, in den Such-Ergebnissen aufzutauchen, wenn der User bei Google eingeloggt ist und die App installiert hat. Der Konzern will damit der Herausforderung begegnen, dass immer mehr Informationen nicht unbedingt im offenen Web zu finden sind, sondern in den Daten-Containern einer App.

Unter https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/ können Betreiber von Webseiten überprüfen, ob ihre Angebote für Mobilgeräte optimiert sind.

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