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Nach Transparenz-Vorstoß von Torsten Albig : Google: Offenlegung unserer Suchformel würde Nutzern schaden

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Die Suchmaschine antwortet auf Albigs Transparenz-Vorschläge: „Wir betreiben einen erheblichen Aufwand, diese Art von Manipulation zu verhindern“.

Hamburg | Google hat sich gegen Forderungen deutscher Politiker gewandt, seine geheime Formel für die Zusammenstellung einer Trefferliste in der Suchmaschine vollständig offenzulegen. Google-Manager Philipp Justus, der unter anderem das Deutschlandgeschäft von Google leitet, verwies in einem Beitrag für die Wochenzeitschrift „Die Zeit“ auf Versuche, die Ergebnisseiten zu manipulieren und bestimmte Suchergebnisse in der Trefferliste gezielt nach oben zu ziehen. „Wir betreiben einen erheblichen Aufwand, diese Art von Manipulation zu verhindern“, schrieb Justus.

Torsten Albig verwies in einem Artikel in der „Zeit“ darauf, dass im Berliner Koalitionsvertrag von Union und SPD festgelegt worden sei, dass die Bundesländer Vorschläge für eine neue Medienordnung erarbeiten. Dazu sollten nach Ansicht Albigs mehrere Punkte gehören: Eine diskriminierungsfreie Anzeige von Suchergebnissen sowie Transparenzverpflichtungen für meinungsrelevante Algorithmen. Albig regte außerdem an, dass Suchmaschinen immer auch ein öffentliches Informationsangebot unter den obersten Suchergebnissen anzeigen müssen. Der Vorschlag löste eine Debatte aus.

Würde Google verraten, wie genau die Schutzmechanismen aussehen, könnte man das System leicht austricksen und die Ergebnislisten sogar mit Webseiten speisen, die mit Viren und anderer Malware verseucht seien, argumentierte Justus. Die vollständige Offenlegung von „meinungsrelevanten Algorithmen“ sei deshalb eine Maßnahme, die den Nutzern nicht helfen, sondern schaden würde.

Für eine Offenlegung des Google-Algorithmus hatte sich zuvor auch Justizminister Heiko Mass (SPD) starkgemacht.

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erstellt am 19.Mär.2015 | 19:51 Uhr

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