Nagars Netzwelt : Google kämpft mit Werbung gegen Terror

Der Online-Riese will gegen IS-Propaganda vorgehen. Mit dem, was er am besten kann: Werbung.

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11. Februar 2016, 19:13 Uhr

Die Google Adwords sind wirtschaftlich gesehen ein Erfolgsmodell. Die Werbung, schmiegt sich bei der Suchmaschine so unauffällig und themenspezifisch an die Suchergebnisse, dass sie zuweilen sogar passendere Inhalte liefert – und optisch nur schwer von den Suchergebnissen zu unterscheiden ist. In einem Pilotprojekt will Google den Werberaum demnächst verschenken – um Platz für anti-extremistische Werbung gegen die Terrororganisation IS zur Verfügung zu stellen. Die Suchergebnisse selbst bleiben aber unangetastet. Parallel sollen Anti-IS-Videos bei Youtube besser sichtbar werden.

Auch der Verfassungsschutz hat das Problem der Rekrutierung über das Internet lange erkannt. Das Internet sei das wichtigste Medium dafür. Und die IS-Propaganda besteht längst nicht nur aus den grausigen Tötungs-Videos. Zielgruppengerecht werden verschiedene Gruppen angesprochen: Es gibt zum Beispiel Videos in der Machart des beliebten Spiels „Grand Theft Auto“, die sich speziell an Kinder richten oder ein Hochglanzmagazin, das erklärt, warum Polygamie total super ist. Ob Google-Werbung dazu einen Gegenpol bilden kann, lässt sich wohl nicht überprüfen. Aber das Geschäftsmodell hat schon einiges geschafft – immerhin hat es den Mutterkonzern Alphabet zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen überhaupt gemacht.

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