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Entwicklerkonferenz : Google I/O 2016: Wie das Zuhause vernetzt werden soll

vom
Aus der Onlineredaktion

Die I/O beantwortet Fragen: Wie sieht die neue Smart-Home-Technik aus? Oder wie will Google virtuelle Realität abbilden?

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2016 | 08:47 Uhr

Mountain View | Eine Reihe von Neuheiten kündigt sich bei der I/O-Entwicklerkonferenz an: Google will zu Beginn am Mittwoch laut Medienberichten unter anderem eine Sprachsteuerung für das vernetzte Zuhause sowie Technik zur Anzeige virtueller Realität präsentieren. Der Assistent „Google Home“ solle Fragen beantworten und einfache Aufgaben erfüllen, schrieb die „New York Times“ wenige Stunden vor Beginn der Google I/O (ab 19.00 Uhr MESZ). Er würde damit direkt mit Amazons Software Alexa oder Apples Siri konkurrieren.

Die I/O-Entwicklerkonfernez präsentiert Googles Neuheiten. Sie ist eines der größten Branchenevents überhaupt und markiert auch für die Google-Konkurrenz neue Trends.

Das kam schon

In den vergangenen Jahren stand bei den Entwicklerkonferenzen immer wieder die jeweils neue Version des international dominierenden Mobil-Betriebssystems Android im Mittelpunkt. Diesmal wurde eine Vorversion von Android N früher als sonst bereits im März veröffentlicht. Das gilt als Signal dafür, dass der Hauptfokus bei der Google I/O diesmal eher auf anderen Themen liegen wird. Immerhin könnte aber der vollständige Name der nächsten Android-Variante bekanntgegeben werden. Google benennt sie traditionell in alphabetischer Reihenfolge nach Süßigkeiten. Bei „N“ wird über „Nutella“, Nougat oder „Nerds“ als mögliche Namen spekuliert.

Das könnte kommen

Unklar blieb, ob Googles Smart-Home-Steuerung genauso wie bei Amazon in einem vernetzten Lautsprecher steckt. Die Plattform solle im Herbst auf den Markt kommen, berichtete die Zeitung. Bei virtueller Realität wird schon seit einiger Zeit über „Android VR“ spekuliert. Unklar blieb bisher, ob es dabei um eine neue Spezialbrille zum Eintauchen in virtuelle Welten oder eine Plattform für entsprechende Inhalte geht.

Das kommt

Als sicher galt, dass bei der Google I/O eine fertige Version des „Project Tango“ vorgestellt wird, eines Smartphones, das dank diverser Sensoren seine Umwelt dreidimensional erfassen kann. Damit könnten schnell Räume zum Beispiel für Navigation vermessen werden und die Technik dürfte auch für VR-Anwendungen nützlich sein.

Das passiert noch

Google verlegte die Konferenz in diesem Jahr aus San Francisco in ein Freiluft-Amphitheater direkt neben dem Hauptquartier des Konzerns in Mountain View. Dort traten unter anderem schon The Who und Metallica auf.

 

Für Google-Chef Sundar Pichai wird es eine Premiere: Er eröffnete zwar auch früher schon die Konferenzen, jetzt ist er aber offiziell der Firmenlenker. Sein Vorgänger, Google-Mitgründer Larry Page, wechselte im vergangenen Jahr an die Spitze des neuen Mutterkonzerns Alphabet. In einem Strategie-Papier skizzierte Pichai jüngst eine Computer-Zukunft, in der künstliche Intelligenz die Hauptrolle spielt und die Geräte in den Hintergrund treten.

Ob die selbstfahrenden Autos des Konzerns einen Auftritt haben werden, blieb bis zuletzt fraglich. Neues dürfte es aber zur Software Android Auto geben, mit der Smartphones mit dem Google-System besser ins Cockpit eingebunden werden können. Und unmittelbar vor der I/O startete Google rund um San Francisco den Test einer Mitfahr-App auf Basis seines Navigationsdienstes Waze.

Ein weiterer Kandidat ist das „Project Ara“, ein modulares Telefon, das man aus Teilen wie Bildschirm, Kamera, Chip-Block zusammenstecken kann. Prototypen gab es schon bei früheren Konferenzen zu sehen - irgendwann gestanden die Entwickler jedoch ein, dass das Konzept daran krankte, dass die Bauteile nicht gut genug zusammenhielten.

Was bei der Google I/O passiert, lesen Sie hier im Liveblog.

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