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Netzwelt

19. Oktober 2017 | 07:35 Uhr

Glasfaser macht glücklich

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schleswig-Holstein steht beim Breitbandausbau gut da – das lässt beruhigt in die Zukunft blicken.

Schleswig-Holstein hat zwar im letzten Jahr mehr Regen abbekommen als die anderen Bundesländer. Trotz des eher schlechten Wetters zählen wir jedoch zu den zufriedensten Bundesbürgern in Deutschland. Das liegt wohl eher an anderen Gegebenheiten. So müssen wir uns im Mittel maximal eine Stunde mit dem Auto bewegen, um uns eine frische Brise Wind an der Nord- oder Ostsee um die Ohren pusten zu lassen, oder es ist der Einfluss der skandinavischen Touristen, der uns den Hauch von Zufriedenheit und Glückseligkeit vermittelt.
Es kann aber auch an ganz banalen Dingen liegen, wie einem Glasfaseranschluss, damit wir im Internet ungedrosselt über die Datenautobahn jagen können, ohne Angst haben zu müssen, jemandem im Datenverkehr zu gefährden oder gar zu verletzen.
Die kürzlich veröffentlichte Studie des FTTH-Council (Fibre to the Home Council Europe) belegt, dass Deutschland es jetzt auf Platz 28 in Europa geschafft hat, wenn es um die Haushalte geht, die über einen Glasfaseranschluss verfügen. Spitzenreiter sind die baltischen, die skandinavischen Länder und Russland – da kommt man sich ja bald vor wie beim letztjährigen „Grand Prix Eurovision de la Chanson“, wo Deutschland bekanntlich den letzten Platz verbuchen durfte.
Aber: Schleswig-Holstein nimmt in Deutschland eine führende Rolle ein und ist neben Nordrhein-Westfalen die zweite Macht im Bundesgebiet. Bei uns wird „gebuddelt“ was die Tiefbau-Kolonnen hergeben. Jeder vierte Haushalt in dem schönsten Bundesland hat laut Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein schon die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu nutzen (bundesweit sind es nur etwa ein Prozent). Wenn alle Bundesländer nur so weitsichtig wären, dann würde Deutschland um einiges besser da stehen. Den Akteuren in Schleswig-Holstein gebührt für ihre Vision, in die Zukunft zu investieren, ein ausgesprochenes Lob.
Pünktlich zur Cebit setzte der SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit dem „Modernisierungspakt 2025“ zusätzlich neue Impulse, worin sich diese klar für eine zukunftsfähige Glasfaser-Strategie hin zu einem Gigabitnetz mit klaren Ausbauzielen bis 2025 stark machen. Dazu sollen bis zu 100 Milliarden Euro investiert werden.
Die Landesregierung hat nochmals betont, dass das Land die Infrastruktur für die digitalisierte Industrie 4.0 schaffen werde und verschiedenste Fördermöglichkeiten mit einem Volumen von 70 Millionen Euro bis 2020 zur Verfügung stellt.
Na, dann sollte uns künftig ja nicht bange sein. In Schleswig-Holstein werden weiterhin die zufriedensten Bürger leben, egal wie das Wetter ist.

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