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Zurück in die Zukunft : Firma Hendo: Marty McFly's Hoverboard wird real

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Das erste echte Hoverboard könnte bald Realität werden. Ein Prototyp der Firma Hendo sorgt für Furore im Netz. Auf der Crowdfundingplattform Kickstarter sammelt das Unternehmen Geld für die Umsetzung.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 12:01 Uhr

Kalifornien | „Zurück in die Zukunft“ mit Michael J. Fox als Marty McFly ist bis heute eine der beliebtesten Trilogien, die je über die Kinoleinwände flimmerten. Vor allem der zweite Teil der Reihe hat es in sich. Hier reist der Protagonist Marty von 1989 ins Jahr 2015. Dort gibt es fliegende Autos, selbsttrocknende Jacken, Nike-Schuhe, die sich selbst schnüren, eine automatische Hundeleine und: Das Hoverboard.

„Zurück in die Zukunft 2“: Das Hoverboard von Marty McFly (gespielt von Michael J. Fox) will seit 1989 wohl jeder Skateboarder haben.
„Zurück in die Zukunft 2“: Das Hoverboard von Marty McFly (gespielt von Michael J. Fox) will seit 1989 wohl jeder Skateboarder haben. Foto: Imago/Milestone Media
 

Auf dem Schwebe-Skateboard rast Marty durchs Zentrum von Hill Valley und entkommt so seinen Verfolgern. Seit 1989 wollen begeisterte Fans auch so ein Board haben.

Jetzt könnte es endlich soweit sein. Ein Prototyp sorgt für Furore. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter sammelt ein Unternehmen namens „Hendo“ Kapital für die Produktion des schwebenden Skateboards – nicht etwa „Mattel“, die im Film Hersteller des Boards sind.

Dennoch gibt es Unterschiede zwischen dem filmischen Original und dem Prototypen. Das Hendo-Hoverboard benötigt zwingend einen nicht-ferromagnetischen, leitfähigen Untergrund. Das bedeutet, dass der Untergrund zum Beispiel aus einer Alu- oder Kupferplatte bestehen muss, damit das Board schweben kann. Vier unter dem Skateboard montierte Scheiben fungieren als Schwebemotoren. Sie erzeugen ein Magnetfeld, durch das das Board etwa drei Zentimeter in der Luft gehalten wird. Das Prinzip ähnelt dem von Magnetschwebezügen wie dem Transrapid.

Das Hoverboard soll Personen bis zu einem Gewicht von rund 90 Kilogramm tragen; zukünftig sollen sogar bis zu 200 Kilogramm möglich sein. Für Macher Greg Henderson und seine Frau soll das Brett jedoch nur Startschuss für zahlreiche andere Anwendungen der Magnetschwebetechnik sein. Henderson ist Architekt und träumt, so berichtet die New York Times, von schwebenden Häusern, die Erdbeben widerstehen können.

Der Haken ist allerdings der Preis. Wer das Projekt bei Kickstarter unterstützt, erhält für kleine Beträge von 25 bis 100 Dollar ein Hover-T-Shirt und Aufkleber. Für 100 Dollar gibt es dann eine Fünf-Minuten-Testfahrt auf dem Prototypen obendrauf. Entwicklerpakete zum Experimentieren beginnen bei rund 700 Dollar Investitionen. Das Hoverboard selber gibt es in einer Kleinst-Auflage von zunächst zehn Stück. Jedes kostet rund 10.000 Dollar (7900 Euro). Am 14. Dezember endet das Crowdfunding bei Kickstarter. Am 21. Oktober 2015 soll die erste Auflage der Boards vorgestellt werden. Von den 250.000 Dollar, die erreicht werden sollten, ist Hendo nicht mehr entfernt, sondern bereits über das Ziel hinaus geschossen. Aktueller Stand: 323.736 Dollar. Knapp 1800 Unterstützer gibt es für das Projekt – und viele Fans.

Bereits in den letzten Jahren gab es zahlreiche Hoverboard-Projekte und Gerüchte, die sich aber allesamt als falsch herausstellten. Selbst der professionelle Skateboarder Tony Hawk mischte mit. In einem Video zeigt er ein offenbar funktionierendes Hoverboard. Am Ende kommt raus: War alles nur gespielt, war gar nicht echt. Jetzt könnte es tatsächlich der erste Schritt in die richtige Richtung sein. Danke, liebe Hendersons.

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