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Der passende Browser : Firefox, Chrome & Co. – womit surft es sich am besten?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mozilla wechselt von Google zu Yahoo als Standardsuchmaschine. Welcher Browser welche Suchmaschine unterstützt und wie es sich womit surft.

Ein Doppelklick auf das Mozilla Firefox-Symbol auf dem Desktop und einen Wimpernschlag später öffnet sich das Browserfenster – mit Google als Standard-Suchmaschine in dem Suchfenster in der rechten oberen Ecke. Dies wird sich – zumindest ab Dezember in den USA – ändern, denn beim populären Web-Browser wird nach zehn Jahren Google künftig Yahoo neuer Kooperationspartner und damit die voreingestellte Suchmaschine. In Europa wird zunächst weiter über Google gesucht. Yahoo-Chefin Marissa Mayer erklärte, es gebe einen langfristigen Fahrplan für die internationale Zusammenarbeit mit Mozilla. Von der Zusammenarbeit profitiert auch Microsoft. Microsofts Suchmaschine Bing liefert die technische Basis für Yahoo.

Nicht nur bei den Suchmaschinen, auch beim passenden Browser hat der Nutzer die Qual der Wahl. Eine Auswahl:

Mozilla Firefox: Nicht nur mit der Trennung vom Online-Riesen Google als alleinigem Kooperationspartner setzt Mozilla ein Zeichen in Sachen Privatsphäre und Datenschutz. Zudem ist eine Zusammenarbeit mit dem anonymen Tor-Netzwerk geplant, um den Nutzern per Mausklick das Surfen im privaten Modus zu ermöglichen. Ein Vorteil von Firefox ist, dass die Nutzerdaten nicht zu Werbezwecken genutzt werden, zieht die Internetseite Chip.de den Vergleich zu dem Google-Browser Chrome.

Mit individuellen Einstellungen, sogenannten Addons, ermöglicht der Browser Erweiterungen der Grundfunktionen nach persönlichen Bedürfnissen, die zwar praktisch oder optisch ansprechend, aber nicht immer nötig sind. Weitere Vorteile des Firefox sind seine Schnelligkeit, die regelmäßig aktuell zur Verfügung gestellten Sicherheitsupdates und seine übersichtliche Struktur.

Doch auch dieser populäre Browser hat mit Schwachstellen zu kämpfen: So bietet er keine „Sandbox“, die das Übergreifen einer infizierten Webseite auf das gesamte System verhindert. Außerdem werden Downloads schädlicher Software – nicht automatisch blockiert, bemängelt Chip.de.

Google Chrome: Gegenüber dem Web-Browser Google Chrome gab es immer wieder Datenschutzbedenken. Vor externen Zugriffen ist er aber vergleichsweise sicher: Jede aufgerufene Webseite werde von der Google Safe Search auf Schadsoftware überprüft, eindeutig schädliche Downloads automatisch geblockt, heißt es in einem Chip.de-Test. Zudem laufe jede Registerkarte und der in Chrome integrierte Flash-Player in einer „Sandbox“. Ein Nachteil ist das Fehlen eines passwortgeschützen Browserfensters. Alles in allem punktet der Browser aber mit Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit auch bei vielen geöffneten Tabs. Mozillas Firefox scheint dieser Aufgabe häufig nicht gewachsen und stürzt ab. Unterstützt wird die Google-Suche, Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo stehen auch zur Verfügung.

Microsoft Internet Explorer: Der wohl gängigste Browser neben Firefox und Chrome geriet in der Vergangenheit mehrfach wegen mangelnder Sicherheit in die Kritik. Viele Probleme des Microsoft-Browsers sind inzwischen gelöst, dennoch liegt er in den meisten Tests hinter seinen Mitstreitern. Oft bemängelt wird seine fehlende Schnelligkeit und eine unbequeme Bedienoberfläche. Als Standard vorgeschlagen wird Microsofts Suchmaschine Bing.

Opera: Bei dem Web-Browser des unabhängigen skandinavischen Unternehmens ist ebenfalls die Google-Suche voreingestellt, andere sind auch hier wählbar. Der Opera Browser bietet eine große Auswahl an Funktionen wie auch einen guten Support. In Sachen Sicherheit macht Opera seine Sache gut – zum Beispiel mit Popup- und Werbeblockern oder einem Phishing Filter, der dabei helfen soll, verseuchte Webseiten zu erkennen.

Safari: Für die meisten Apple-Nutzer ist Safari unverzichtbar, auch wenn er weniger Standardfunktionen hat als andere Browser. Yahoo und Bing sind wählbar, voreingestellt ist auch hier die Google-Suche. Und das, obwohl Google von Juni 2011 bis Februar 2012 beim Safari-Browser für iPhone, iPad und PC ohne Zustimmung der Nutzer das Surfverhalten von Millionen Nutzern erfasst hatte.

Maxthon Cloud Browser: Der schnelle Maxthon Cloud Browser wurde in China entwickelt. Er unterstützt Popup- und Werbeblocker und liefert zudem die Cloud gleich mit. Er ermöglicht es, den Browser-Verlauf, Lesezeichen oder Downloads dort zu sichern.

Torch Web Browser: Der Torch Web Browser ähnelt Google Chrome, denn er basiert auf demselben Quellcode. Torch eignet sich besonders für Nutzer, die häufig Videos aus dem Internet herunterladen oder viel über soziale Netzwerke kommunizieren. Im Browser ist ein ist ein „Media Grabber“ integriert, mit dem Web-Videos von YouTube & Co. herunterladen werden können. Damit ein Download möglichst zügig vonstatten geht, verfügt der Browser über einen Download-Beschleuniger. Zudem lassen sich besuchte Webseiten per Drag & Drop direkt bei Facebook, LinkedIn, Google+ oder Twitter posten.

 

 

 

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erstellt am 21.Nov.2014 | 08:30 Uhr

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