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„Das sind meine Daten“ : Facebook: Kettenbrief sorgt wieder für Verwirrung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine einfache Statusmeldung soll Facebook daran erinnern soll, persönliche Daten zu schützen. Doch das ist falsch.

Früher wurden Kettenbriefe noch in Papierform in Briefkästen geworfen, heute verbreiten sie sich via Facebook. Aktuell kursiert zum wiederholten Mal eine Statusmeldung, die das soziale Netzwerk daran erinnern soll, dass bei Facebook veröffentlichte persönliche „Daten, Zeichnungen, Bilder, Texte etc…“ geistiges Eigentum seien (siehe Foto). Der Social-Media-Gigant dürfe diese Daten nur nach vorheriger, schriftlicher Genehmigung nutzen. Doch das Veröffentlichen der Nachricht bringt nichts, außer genervte Facebook-Freunde.

Nutzer veröffentlichen diesen Text in der Hoffnung, Facebook würde sie anschließend um Erlaubnis bitten, wenn ihre Daten genutzt werden.

Nutzer veröffentlichen diesen Text in der Hoffnung, Facebook würde sie anschließend um Erlaubnis bitten, wenn ihre Daten genutzt werden.

Foto: Screenshot
 

Der Kettenbrief entlarvt sich selbt. Er strotzt vor Fehlern. Die angeführten „Artikel I. 111ff.“ im Strafgesetzbuch (StGB) existieren gar nicht. Dort gibt es nur Paragrafen – und in Paragraf 111 geht es um ein ganz anderes Thema: die „öffentliche Aufforderung zu Straftaten“. Paragraph 112 StGB gibt es gar nicht und im Paragraphen 113 StGB geht es um „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ – die rechtliche Grundlage für den Facebook-Kettenbrief entfällt somit.

Wer mit der (kommerziellen) Verwendung von eigenen Inhalten durch Facebook nicht einverstanden ist, sollte diese gar nicht erst im sozialen Netzwerk posten oder muss komplett auf Facebook verzichten. Denn bereits bei der Anmeldung bindet man sich an die Nutzungsbedingungen.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 07:00 Uhr

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