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Gellners Netzwelt : Facebook kappt Verbindungen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In Netzwerken haben es Getrennte schwer, voneinander loszukommen. Eine neue Funktion soll helfen.

<p>Anna-Kathrin Gellner</p> von
erstellt am 24.Nov.2015 | 04:30 Uhr

Virtuelle Erinnerungen lassen sich nicht in Kisten packen und im Keller verstecken. Das ist unpraktisch. Besonders für Menschen, die sich gerade getrennt haben. Kaum öffnen sie die Facebook-App, kriegen sie zu sehen, was sie überhaupt nicht mehr sehen wollen: die Urlaubsfotos aus dem letzten Sommer inklusive Verlinkungen, rote Herzchen in der Timeline. Und, noch schlimmer, aktuelle Statusmeldungen. Er wurde auf Bildern verlinkt – aber wer ist diese blonde Frau da im Hintergrund? Sie hat ein neues Profilfoto, und der Verlassene fragt sich mit verheulten Augen einsam vorm Bildschirm sitzend, warum sie SO kurz nach der Trennung schon wieder SO glücklich aussehen kann.

Viele Menschen hätten sich mit diesem Problem schon an Facebook gewandt, schreibt Produktmanagerin Kelly Winters in einem Eintrag im offiziellen Facebook-Blog. Mit einer neuen Funktion, die aktuell allerdings erstmal nur in den USA getestet wird, will Facebook helfen: Ändert man seinen Beziehungsstatus in „geschieden“ oder „getrennt“, kann man die Statusmeldungen des Ex verbannen, Verlinkungen entfernen – und entscheiden, ob der Verflossene die eigenen Statusmeldungen noch lesen können soll.

Ex-Pärchen müssen sich also nicht gleich entfreunden oder gar blockieren. Letzteres würde bedeuten, gar nicht mehr kommunizieren zu können. Auch sich Freundschaftseinladungen zu schicken, ist unmöglich, so lange man geblockt wird.

Dabei wäre das für Liebeskummer geplagte Menschen vielleicht genau der richtige Schritt.

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