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Reinharts Netzwelt : Facebook ist out – Die Jugend snapchattet

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Generation U20 kommuniziert schnell, bunt und crazy.

Gesicht einscannen und dann kommen die Filter: Ich verwandle mich in einen schlabbernden Hund, ein grunzendes Schwein oder einen schießwütigen Cowboy:

<p>Unsere Kolumnistin snapchattet jetzt auch – und hat Spaß beim Ausprobieren.</p>

Unsere Kolumnistin snapchattet jetzt auch – und hat Spaß beim Ausprobieren.

Foto: Reinhart
 

Snapchat heißt die Social Media App, die Jugendliche begeistert. Die Bravo hat es jetzt amtlich gemacht: Facebook ist out, Snapchat ist in. Wer jetzt „Snap-was?“ fragt, hat die Schulbank eindeutig schon einige Jahre hinter sich gelassen.

Snapchat ist der neueste Schrei unter den sozialen Netzwerken. Wie immer ist es von den USA zu uns herübergeschwappt. Dort hat Snapchat bei den unter 25-Jährigen nicht nur Facebook, sondern auch Whatsapp, Instagram und Twitter hinter sich gelassen.

Bei uns steht Whatsapp laut Bravo mit 91 Prozent immer noch am höchsten in der Gunst der 10- bis 19-Jährigen. Was zeigt, was die jungen Nutzer vor allem an einem Netzwerk schätzen: unkomplizierte, schnelle Kommunikation mit ihren Freunden und Gruppen von Freunden. Es folgen Youtube und Instagram, also das jeweils bekannteste unter den Video- und Fotonetzwerken, gefolgt vom Aufsteiger Snapchat.

Snapchat vereint den Chat mit Fotos und Zehn-Sekunden-Filmchen, die so schnell aufgenommen wie wieder gelöscht sind. Und das macht diese Plattform offenbar gerade für die Jugend so attraktiv. Sie wollen nicht über die ewige Abrufbarkeit im Netz nachdenken, sondern leben im Hier und Jetzt. Nur 24 Stunden sind die Beiträge abrufbar. Dass sie auf dem Snapchat-Server in den USA gespeichert und für Werbung vom Unternehmen genutzt werden können, steht auf einem anderen Blatt.

Ein weiterer Vorteil von Snapchat für die Teenager: Sie sind hier unter sich. Die meisten Erwachsenen tun sich schon mal schwer mit der Bedienung. Sie ist wesentlich weniger intuitiv, als man bei einer so erfolgreichen App erwarten würde – vom Freunde finden bis zur bebilderten Message. Man wischt hoch, runter, links, rechts und nochmal rechts. Man macht Fotos oder kurze Filme, beschriftet und verziert sie. Und am nächsten Tag gibt es schon wieder neue Funktionen.

Ein flüchtiger Spaß, der die jungen Menschen verbindet, wie es bisher noch kein Netzwerk getan hat. Snapchat wird seinen Siegeszug fortsetzen – bis das nächste Netzwerk die Kommunikation revolutioniert.

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erstellt am 26.Apr.2016 | 11:17 Uhr

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