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Facebook: Die Vernetzung der Welt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

von
erstellt am 04.Mär.2015 | 01:58 Uhr

Mark Zuckerberg schickt der Mobilfunk-Branche eine Freundschaftsanfrage. Er sehe die klassischen Mobilfunk-Betreiber als treibende Kraft, sagte der Facebook-Gründer bei seinem Auftritt auf dem Mobile World Congress.

Zuckerberg kam zum zweiten Mal in Folge zum wichtigsten Treffpunkt der Mobilfunk-Industrie nach Barcelona. Schon vor einem Jahr hatte er für seine Initiative Internet.org geworben. Dabei geht es um Internet-Zugänge für Entwicklungsländer, bei denen man sehr günstig oder sogar kostenlos einige Online-Dienste nutzen kann. Etwa Internet-Suche, Wikipedia, Wetterdienste – und natürlich Facebook. Zuckerbergs Botschaft ein Jahr später: Keine Angst, Gratis-Zugänge machen das Geschäft nicht kaputt. Auf der Bühne wurde er von zwei Mobilfunk-Managern flankiert, die das Konzept in Afrika und Lateinamerika ausprobiert hatten – und bezeugten, das Experiment habe ihr Geschäft nicht beeinträchtigt.

Zuckerberg versuchte es mit einer regelrechten Charme-Offensive bei der Mobilfunk-Industrie. Internet-Infrastruktur sei teuer, räumte er ein. Und es seien die Netzbetreiber, die all die Glasfaserkabel verlegten und die Antennen-Türme errichteten. Um schneller mehr Menschen ins Internet zu holen, müsse man das Geschäft der Mobilfunker schneller wachsen lassen. Die eigene Technik von Facebook sei noch nicht effizient genug, um große Gebiete kostendeckend zu versorgen.

Beim Schwergewicht Vodafone beißt Zuckerberg auf Granit. Er schätze zwar die Anstrengungen von Facebook, sagte Vodafone-Chef Vittorio Colao. Aber für günstigere Internet-Zugänge würde sorgen, wenn die Preise bei Frequenz-Auktionen und die Belastung durch Regulierungsvorgaben niedriger wären. Bei Internet.org wirke es, „als würde Zuckerberg die Internet-Anschlüsse mit meinem Geld finanzieren wollen“, sagte Colao. „Das ist nobel – aber etwas weniger nobel, als wenn er es mit seinem eigenen Geld machen würde.“ Er sieht auch Probleme bei der Auswahl der kostenlosen Dienste: „Warum soll Facebook gratis sein und nicht Google? Warum Facebook und nicht eine Zeitung?“ Oder Fernsehen, Gesundheitsdienste, Bildung?

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