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Netzwelt

12. Dezember 2017 | 15:46 Uhr

Facebook der zwei Klassen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Facebook will auch ein Stück vom Streaming-Kuchen. Die neue App dürfen aber nur Promis nutzen.

von
erstellt am 10.Aug.2015 | 17:05 Uhr

Video-Streaming soll ja angeblich das ganz große Internet-Ding des Jahres sein. Die Streaming-Plattformen Meerkat und Periscope wurden bei ihren Starts im Frühjahr (besonders von Technik-Journalisten) bejubelt. Jetzt zieht Facebook nach. Ich hätte „Facebook Mentions“ gern für Sie – und mir zur Freude – ausprobiert. Nur: Ich darf nicht auf Facebook streamen. Ich bin nämlich kein Promi und keine offizielle Entität und habe deshalb auch keine verifizierte Seite.

Das ist ungerecht und willkürlich. Warum darf zum Beispiel Gerard Piqué ein Video aufnehmen und gleich veröffentlichen – und ich nicht? Facebooks Wunsch: Hollywood-Stars sollten von den roten Teppichen dieser Welt streamen. So lautete jedenfalls der Vorschlag in der Pressemitteilung. Facebooks Realität: Piqué filmt sich selbst mit dem Smartphone beim Autofahren. Irgendetwas hat er dabei falsch gemacht, denn das Video liegt auf der Seite. Dieses Video atmet ungefähr so viel Glamour wie der Kieler Hauptbahnhof. In einem anderen Filmchen sehen wir seine Freundin Shakira. Immerhin. Allerdings könnte die Frau in den Shorts auch ein Double der Sängerin sein, so unscharf ist das Video. Da hilft auch das blaue Häkchen nichts, das brüllt: „verifizierte Seite“.

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