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Streifzüge durchs Web : Erste Hilfe-App: Wie das Handy Leben retten kann

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Wer im Winter unterwegs ist, sollte ein Handy bei sich haben - es kann Leben retten. Man kann nicht nur Hilfe holen - mitunter zeigt das Gerät auch, wie man Erste Hilfe leistet.

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erstellt am 02.Feb.2010 | 06:52 Uhr

Wintersportfreunde haben Spaß am aktuellen Wetter: Eis, Schnee, Kälte. Für Autofahrer jedoch können die eisigen Bedingungen aber unangenehme Folgen haben. Für Wintersportler wie Autofahrer ist es daher ratsam, ein Mobiltelefon bei sich zu tragen. Denn in vielen Notfallsituationen, wie sie vermehrt im Winter auftreten, kann das Handy weiterhelfen. Gemeinsam mit den Experten des Hightech-Verbandes Bitkom präsentieren wir hier einige Tipps.
Telefonnummern von Pannendiensten und Bergwachten speichern
Für den Fall einer Panne oder eines Unfalls sollten die Telefonnummer eines oder mehrerer Pannendienste im Handy einprogrammiert werden. Das gilt besonders für Fahrten ins Ausland. Gleiches gilt für Skifahrer und Snowboarder. Wenn sie vor der ersten Abfahrt die Telefonnummer der Bergwacht eingespeichert haben, können sie im Notfall direkt Hilfe holen und verlieren keine Zeit mit der Suche der richtigen Nummer. Aber Vorsicht: Nicht die Landesvorwahl vergessen. Für Deutschland ist das die +49, für Österreich +43, die Schweiz +41. Nutzer von Prepaid-Karten sollten darauf achten, dass ihr Gerät für internationales Roaming freigeschaltet und ausreichend Guthaben vorhanden ist.
Handys können im Notfall geortet werden
Kommt es zu einem Unfall, bei dem der Handy-Besitzer nicht mehr reaktionsfähig ist, kann das Mobiltelefon ebenfalls Leben retten. Die Notrufleitstellen können Handys im Notfall orten. Das ist erst seit einigen Monaten für alle Geräte möglich, nachdem die Notrufverordnung geändert wurde. Zuvor mussten sich Handy-Besitzer dafür registrieren lassen. Besitzer eines Smartphones können auf ihrem Gerät eine Erste-Hilfe-App installieren. Damit lassen sich die wichtigsten Handgriffe für den Notfall erlernen.
Einen Erste-Hilfe-Kurs ersetzt das Programm zwar nicht – aber Leben kann es retten, wie ein Fall aus Haiti zeigt: Der Dokumentarfilmer Dan Woolley lag schwer verletzt unter den Trümmern eines eingestürzten Hotels in Port-au-Prince. Seine Erste Hilfe-App auf dem iPhone zeigte ihm, wie er seine Wunden notdürftig versorgen konnte: Er band sein Bein mit einem T-Shirt ab und stoppte die Blutung am Kopf mit einer Socke. Alle 20 Minuten ließ er außerdem den Wecker seines Handys klingeln, damit er nicht einschlief. Dank des Blitzes seiner Spiegelreflexkamera konnte sich der Filmemacher orientieren und einen Fahrstuhlschacht als Unterschlupf finden. Nach fünf Tagen wurde er von einem französischem Rettungsteam befreit.
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Handy möglichst nah am Körper tragen
Bei klirrender Kälte vermindert sich die Akkuleistung. Die Handys kommen schneller ans Limit als bei warmen Temperaturen. Daher sollten Mobiltelefone möglichst nah am Körper getragen werden. So können die Akkus vor dem Auskühlen geschützt werden. Außerdem vermeidet man Temperaturschwankungen, die zu Kondenswasser im Gerät und damit zu Störungen oder Ausfällen führen können. Falls das Telefon doch einmal ausgekühlt ist, sollte das Gerät erst nach einer Aufwärmphase eingeschaltet werden.
Telefon immer vor Abfahrt aufladen
Damit im Falle eines Falles genügend Energie fürs Telefonieren bereitsteht, sollte das Handy vor der Abfahrt aufgeladen sein. Zu kalt sollten die Geräte auch beim Aufladen nicht sein, denn der Akku speichert bei Kälte weniger Strom als bei Zimmertemperatur. Wichtig ist außerdem, dass das Handy nicht bei hohen Minustemperaturen im Auto deponiert wird. Das Display kann bei scharfem Frost beschädigt werden.
Sinnvolles Zubehör nutzen
Mit speziellen Schutzhüllen können Handybesitzer ihre Mobiltelefone vor Schnee und Feuchtigkeit bewahren. Auch ein Headset kann sinnvoll sein. Denn damit lässt sich telefonieren, ohne das Handy aus der wärmenden Innentasche der Jacke nehmen zu müssen. Im Auto sollte möglichst standardmäßig ein Ladegerät für den Zigarettenanzünder mitgeführt werden. Autofahrern empfehlen sich Fotohandys. Mit ihnen kann bei Unfällen die Situation am Ort des Geschehens dokumentiert werden.

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