Fligges Netzwelt : Ein Filter gegen Trolle

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Beleidigungen und Hass vergiften das Netz. Twitter reagiert nun endlich.

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26. März 2015, 07:00 Uhr

Was für Zigaretten gut ist, kann Twitter-Kommentaren nicht schaden: Das soziale Netzwerk hat einen Filter gegen Beschimpfungen und Trolle angekündigt – also Personen, die durchgehend provozieren und versuchen, konstruktive Gespräche zu verhindern. Erste verifizierte Nutzer können den sogenannten Qualitätsfilter bereits testen. Er soll die Nachrichtenleisten frei von Beleidigungen und Drohungen halten aber auch verdächtige Accounts erkennen können. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

Bravo! Twitter scheint dabei zu sein, wenigstens ein Minimum an Gesprächskultur einzuführen. Allein der Suchbegriff „Schleswig-Holstein“ fördert unzählige anstößige oder irreführende Beiträge ans Licht, die offensichtlich automatisch generiert und in Massen abgesetzt sind. Am Bildschirm im Büro sollte man so eine scheinbar unverfängliche Timeline nicht offen lassen. Automatisierte Twitter-Kanäle dürften für die Filter leicht zu identifizieren sein. Die Frage wird nur sein: Wie erkennen sie Trolle? Und wird es den Twitter-Algorithmen tatsächlich gelingen, Hetze mit System von scharfer Kritik zu unterscheiden?

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