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Youtube-Format : Draw my life: Vom Leben gezeichnet

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Beim Youtube-Format „Draw my life“ erzählen Videoblogger ihre Lebensgeschichte in einfachen Skizzen.

Irgendwann, wenn man an  regnerischen Herbstnachmittagen beim Tee sitzt oder  viel zu lange Autofahrten ins viel zu kurze Wochenende unternimmt, beginnt man manchmal damit, sich gegenseitig die Lebensgeschichten zu erzählen. Meist ist es wohl kein Stoff für ein Hollywood-Epos. Aber dafür ist es echt (wenn man nicht allzu sehr flunkert). Auch manche Youtuber haben, vielleicht nach langen Daddelnachmittagen oder nachts bei akuter Schlaflosigkeit, ihre Geschichte erzählt – illustriert mit kleinen Zeichnungen.

„Draw my life“ heißt das Format, das auch schon in der Szene bekannte Videomacher wie Y-Titty oder iBlali produziert haben. Trotz ihres meist noch nicht allzu langen Lebens kommt auf etwa zehn Minuten eine spannende Geschichte zusammen. Spannend, weil echt.

Die Kindheit in Mettenhof  zeichnet iBlali auf, zwischen anonymen Kieler Hochhäusern. Er skizziert, wie der Hauptschüler sich mit Gymnasiasten anfreundet. Wie er gemobbt wird und weiter mobbt. Die erste, schmerzhafte Liebe gefolgt von einer  Depression. Und wie er es schaffte, sich zu berappeln, um über Youtube neue Leute kennen zu lernen.

Die Jungs von Y-Titty erzählen von schwierigen Freundschaften, Pickeln und ersten Online-Videos. Wie Produzenten ihnen Geld anboten, um sie zum Fernsehen zu holen und wie sie das ablehnten.

Es sind simple Skizzen, die Künstler entschuldigen sich reihenweise für ihren Mangel an Zeichentalent. Oft nutzen sie nur Edding auf Papier. Doch gerade das macht die  Videos  interessanter als manche durchkomponierte Seifenoper.  Sie kommen ohne Hollywood-Schmalz aus, ohne Hochglanz und Hans-Zimmer-mäßiger Filmmusik. Genau passend für lange regnerische Herbsttage, wenn man sich alles erzählt hat.

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erstellt am 17.Okt.2014 | 05:30 Uhr

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