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„Lebenslang“ kostenlos : Doch nicht gratis? WhatsApp verschickt verwirrende Nachrichten

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Anfang der Woche kündigte der Messengerdienst an, keine Abogebühr zu erheben. Der Umstellungsprozess läuft.

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erstellt am 20.Jan.2016 | 11:55 Uhr

Was ist denn nun wieder bei WhatsApp los? Am Montag hatte der Messengerdienst überraschend angekündigt, seine Dienste in Zukunft komplett kostenlos anzubieten. Die Umstellung sollte „binnen der nächsten Wochen“ erfolgen, doch seit Dienstag sorgen verschiedene Push-Meldungen für Verwirrung.

WhatsApp hat für viele Smartphone-Nutzer die SMS völlig abgelöst. Der Service wird weltweit von fast einer Milliarde Menschen genutzt. Konkurrenten wie Threema kommen gegen die Beliebtheit des Branchenprimus nicht an.

Bei zahlreichen WhatsApp-Nutzern änderte sich die Laufzeit des Abos (bislang 89 Cent pro Jahr) in den Account-Einstellungen bereits auf „lebenslang“, doch kurze Zeit später folgte eine weitere Nachricht, in der eine befristete Laufzeit bekanntgegeben wurde, berichten WhatsApp-Nutzer.

Nach der Meldung, WhatsApp sei „lebenslang“ kostenlos, folgte eine Korrekturmeldung.

Nach der Meldung, WhatsApp sei „lebenslang“ kostenlos, folgte eine Korrekturmeldung.

Foto: Christina Norden
 

Was ist nun also wahr? WhatsApp bleibt dabei: Die Abogebühren werden abgeschafft. Es habe sich um einen Fehler gehandelt, der bereits korrigiert wurde. Um das klarzustellen, verschickt WhatsApp inzwischen klärende Nachrichten mit dem Inhalt: „Aus Kulanz haben wir lebenslangen Service für deinen Account gewährt.“

Ist WhatsApp dann wirklich kostenlos?

Experten betonen, der Dienst werde nicht kostenlos. Und auch WhatsApp erklärt, man wolle selbstverständlich weiter Geld verdienen. Auf dem Blog des Unternehmens heißt es dazu: „Natürlich wird sich die Frage stellen, wie wir vorhaben, WhatsApp am Laufen zu halten, ohne Gebühren und ob die heutige Aussage bedeutet, dass wir Werbung von Drittanbietern einführen werden. Die Antwort lautet Nein.“

Allerdings werde man in diesem Jahr damit beginnen, Werkzeuge zu testen, mit denen Nutzer WhatsApp auch zur Kommunikation mit Geschäften und Organisationen verwenden können. Künftig etwa könnte zum Beispiel eine Airline per WhatsApp über Flugverspätungen informieren.

Zu bedenken ist auch, dass WhatsApp zu Facebook gehört – Facebook also kein Dritter ist und die Daten jederzeit einsehen und verwerten kann, etwa für unterschiedliche Werbemodelle.

 

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