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Christiansens Netzwelt : Display mit Superkräften

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Smartphone-Bildschirme gehen schnell kaputt. Das könnte bald der Vergangenheit angehören.

von
erstellt am 18.Apr.2017 | 10:36 Uhr

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell kleine Wunden heilen: ein Schnitt im Finger, weil man (ich) mit dem Küchenmesser nicht umgehen kann – nach ein paar Tagen nur noch ein Schönheitsfehler. Der menschliche Körper ist schon ’ne tolle Sache. Mein Smartphone-Display hingegen bleibt kaputt, wenn es aus der Tasche auf den Fußgängerweg gepurzelt ist. Mal bleibt es bei einer optischen Einschränkung, mal besiegelt der Schaden das Ende des Geräts.

Noch – denn Forscher aus Kalifornien wollen ein Super-Material entwickelt haben, das selbstheilende Kräfte besitzt. Es ist transparent, flexibel und leitfähig, eignet sich also für Touch-Displays. Die Verbindung aus einem Polymer und einer ionischen Flüssigkeit macht es besonders: Bekommt es Kratzer oder Risse, ziehen sich die Ionen und Molküle an – und das Material repariert sich von allein.

Nach Angaben der Forscher gegenüber „Business Insider“ soll das Material bis zum Jahr 2020 bei Bildschirmen oder im Inneren der Geräte – beispielsweise in Akkus – einsetzbar sein. Angesichts der bisherigen Versuche, biegsame Displays marktfähig zu machen, eine optimistische Einschätzung. Auch die Ansätze von LG oder Motorola, für Gehäuse oder Display selbstheilende beziehungsweise bruchsichere Materialien einzusetzen, kamen nicht so gut an, wie man denken könnte.

Das jetzt entwickelte Material soll auch Nachteile haben und sich beispielsweise anfühlen wie Gummi. Das mag zum Wischen auf dem Smartphone nicht das angenehmste Gefühl sein, für ein Display mit Superkräften würde ich das aber in Kauf nehmen.

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