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Dreyklufts Netzwelt : Digital Natives, die gibt es doch gar nicht

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Digitale Eingeborene, also die Jungen, wissen weniger als wir glauben über das Internet. Das ist eine Chance und eine Ermutigung für uns Ältere.

Es gibt Sätze, die würde ich mir in meinem Alter nie trauen zu schreiben, immerhin bin ich Ende 40. Etwa: „Ihr Digital Natives, wenn ihr ehrlich seid, ist es doch so: Ihr stümpert sehr viel vor euch hin und stößt oft an eure Grenzen. Ihr versteht sehr wenig von der Welt, in der ihr große Teile eures Lebens führt, speichert und postet.“

Schriebe ich solch einen Satz, klänge das wie der Versuch eines alten Sacks, der Jugend zu zeigen, dass er es doch noch irgendwie drauf hat. Aber der Satz ist gar nicht von mir. Er ist, leicht abgewandelt, von Christian Helten, ein junger Kollege, der bei der Jugendbeilage der „Süddeutschen Zeitung“ namens „jetzt“ arbeitet.

Helten drückt für seine Generation in einem Beitrag namens „Digital Dummies“ das aus, was ich über sie schon lange dachte: Wirklich Ahnung haben die nicht. Stellen Sie mal einem 25-Jährigen die Frage:  „Wie funktioniert eigentlich diese Internet, so ganz grob erklärt?“

Helten zieht für seine Generation den Schluss, dass sie ordentlich nachsitzen muss, um insbesondere in der digitalen Arbeitswelt bestehen zu können.

Ein Film über den Tagesablauf eines „Digital Natives“ (aus der Schweiz)

Ich ziehe für meine Generation und die noch etwas Älteren den Schluss: Alter ist kein Grund für Untätigkeit. Die Jungen sind uns gar nicht so weit voraus. Das sind gar keine digitalen Eingeborenen. Die bestaunen das Feuer. Anzünden können die keins. Ergo: „Das ist nichts mehr für mich“ ist für uns Ältere keine Haltung.

Konkreter Vorschlag für die dunkle Jahreszeit: Gehen Sie auf de.wordpress.org und bauen sie sich mit der Software Wordpress eine eigene Website. Sie werden kreative Wintermonate erleben und ein gutes Stück schlauer ins Frühjahr gehen.

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erstellt am 27.Okt.2015 | 16:01 Uhr

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