zur Navigation springen

Kolumne am Montag : Die „Zombifizierung“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Thementag im Hamburger Museum für Völkerkunde hinterlässt Spuren. Kennen Sie ZombieBooth?

von
erstellt am 13.Feb.2015 | 10:26 Uhr

Hamburg | Nun ist es ja so, dass Zombies mittlerweile gesellschaftsfähig sind. Beim Karneval am Rosenmontag, im Fernsehen durch die US-Serie „Walking Dead“, ja selbst im Museum gibt es neuerdings Thementage. In Hamburg, im Museum für Völkerkunde, lud „Die lange Reise der Zombies“ am Wochenende interessierte Lebende ins Reich der Untoten ein. Alles drehte sich um die Geschichte der Zombies von Haiti bis Europa. Bei der offenbar allgegenwärtigen Gefahr, Untoten über den Weg zu laufen, muss man vorbereitet sein. Wie sehe ich aus, wenn ich Zombie wäre? Die Antwort gibt die App „ZombieBooth“.

Es gibt sie kostenlos für Android und iPhone – und sie macht Spaß. Einfach ein Foto aufnehmen oder aus der Galerie auswählen, sich „zombifizieren“, und dann hat die App auch noch einen 3D-Effekt. Wehe, man wischt über das Display, denn dann wird man von seinem eigenen Zombie-Ich attackiert. „ZombieBooth“ macht kurzweilig Spaß, denn man kann auch seine Freunde zombifizieren.

Kurzweilig, weil sie voller Werbung steckt und man nur drei Mal zombifizieren kann. Denn kostenlos heißt hier nicht kostenlos. Wer mehr will, der muss bezahlen oder weitere Kostenlos-Spiele herunterladen. Daher an dieser Stelle ein klares „Nein“ für die App.

Ob sich die Kosten lohnen, um einmal die ganze Verwandtschaft mit einem Facebook-Foto zu überraschen, bleibt jedem freigestellt. Fest steht nur eins: Die Zombies haben es längst in die Populärkultur geschafft. Nix mehr mit Mythos, Vodoo und Metaphysik. Heute macht uns ein Virus zum Zombie – und „PhotoBooth“ gibt uns einen visuellen Vorgeschmack dessen, was nach einem Biss droht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen