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Henckes Netzwelt : Die spinnen, die Japaner

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„RoBoHon“ heißt der Smartphone-Roboter, der die Herzen von Kindern erobern könnte.

von
erstellt am 13.Dez.2015 | 18:02 Uhr

Die Firma Sharp hat bislang keine großen Anstalten gemacht, ins Smartphone-Geschäft einzusteigen. Angesichts erster Leaks zum neuen iPhone 7 und dem Samsung Galaxy S7 ist der Anspruch, einen Volltreffer zu landen auch sehr hoch. Mit 390 Gramm und 20 Zentimetern Höhe scheint Sharp am Ziel ohnehin weit vorbei zu schießen. Doch Moment, die Firma baut ja gar kein klassisches Smartphone sondern einen Roboter mit WLan und Mobilfunknetz. Die weiteren Features: Arme, Beine und ein Gesicht mit großen Augen. In seinem Kopf sitzt eine Mini-Kamera und ein Projektor, auf seinem Rücken trägt der Roboter keinen Rucksack, sondern ein Zwei-Zoll-Display mit Touchscreen. Am Ohr wirkt das „Smartphone“ etwas merkwürdig.

Der kleine Kerl erkennt Stimmen und Gesichter, reagiert auf sein Umfeld und kann mit seinem Projektor Filme oder Bilder an die Wand werfen. Auch sonst kann er alles, wozu ein heutiges Smartphone in der Lage ist. Für Sharp ist es ein „herzerwärmendes Telefon“, doch vielmehr stellt sich die Frage: Für wen ist der Roboter gedacht? Fürs Wohnzimmer oder den Grundschüler mag das Gadget ganz witzig sein, als Business-Smartphone ist es dann doch eher ungeeignet. Zumal fraglich ist, wie sich der Roboter in der Hemdtasche schlägt oder die Geschäftsführer im Meeting plötzlich zum Schnappschuss auffordert. Ja, auch das kann der „RoBoHon“.

Noch ist der Preis für das Gerät offen, dass im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll. Wird es nicht allzu teuer, werden sicherlich Millionen von Geeks und Hipstern vom Standard-Smartphone auf den Roboter wechseln. Schnell wird es den Wunsch nach neuen Designs geben und am Ende wird der Markt komplett umgekrempelt werden.

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