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Fligges Netzwelt : Die Sippe in den Fängen der Technik

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sammler, Gamer, Paparazzi: Unser Autor versucht eine Typologie der Smartphone-Nutzer bei Familienfesten.

von
erstellt am 04.Mai.2017 | 10:44 Uhr

Spätestens seit neben Eltern, Tanten und Onkels auch die Omis Smartphones haben, sind Familientreffen nicht mehr das, was sie einmal waren. Wurde noch vor einigen Jahren der Nachwuchs spöttisch als „Leuchtgesicht“ und ähnliches diffamiert, steht heute auch die ältere Sippschaft in Sachen Medienkonsum den Enkeln in nichts nach. Eine nicht ganz ernst gemeinte Typenlehre:

Die Sammler: Vor allem junge Großeltern gehen mit den Foto-Archiven auf ihren Smartphones hausieren. Voller Stolz reichen sie die Displays am Kaffeetisch herum, wie Raritäten aus Panini-Alben. Je nach Größe der Sammlung und Zahl der Hände, durch die das Gerät geht, kann das Stunden dauern.

Die Paparazzi: Kameras sind im Wohnzimmer in etwa so allgegenwärtig wie auf dem roten Teppich. Von Selfie bis Gruppenbild – einige Vertreter dieser Art müssen alles festhalten. Und im schlimmsten Fall auf Facebook und Co. veröffentlichen.

Die Gamer: Mittlerweile ein Klassiker – meist die junge Fraktion verzieht sich in eine steckdosennahe Ecke und daddelt von Super Mario bis zur Freizeit-Park-Simulation. Meist verlassen sie diesen Ort nur für den Toilettengang oder wenn die Eltern entnervt das fünfte Mal brüllen, dass es wieder nach Hause geht.

Die Comedians: Das Exemplar mit dem höchsten Nerv-Potenzial. Gerne in voller Lautstärke „beglückt“ es die Anwesenden mit den neuesten lustigen Videos (singende Kaninchen oder Babys) aus diversen WhatsApp-Gruppen. Da verstummt jedes Gespräch.

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