zur Navigation springen

Fligges Netzwelt : Die Grenzen des Denkens

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fortschritte mit selbst fahrenden Autos zeigen: Der Mensch steht vor kolossalen Veränderungen – vor allem in der Arbeitswelt.

von
erstellt am 20.Nov.2014 | 09:14 Uhr

Die öffentliche Aufregung um den Taxi-Dienst Uber hat sich gerade erst gelegt, da kündigt sich der nächste Tech-Höhepunkt an. Autobauer und Konzerne wie Google beschwören die Zukunft selbst steuernder Fahrzeuge. Diese sei derart zum Greifen nahe, dass sich Juristen und Lobbyisten bereits für eine entsprechende Rechtslage stark machen.

Gleichzeitig schließen sich weltweit Taxi-Unternehmer zusammen und protestieren gegen eine App-Vermittlung von Fahrdiensten. Unzählige Jobs stünden auf dem Spiel, wenn plötzlich „unqualifizierte“ Autofahrer Fahrgäste transportieren dürften. Rückenwind erhalten sie von der Justiz. So hat das Hamburger Landgericht eine Unterlassungsverfügung gegen Uber erlassen.

Dass bei dieser Diskussion die Robot-Autos außen vor bleiben, liegt wohl daran, dass sich noch niemand vorstellen kann, ohne Hände am Steuer Auto zu fahren. Die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft wirbt für den Nahverkehr in Schleswig-Holstein auch deshalb gerade mit dem Slogan: „Lesen kannste im Zug, im Auto nicht.“ Zukunftsforscher sehen das anders – und warnen vor gravierenden Veränderungen unserer Arbeitswelt.

Für Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee bricht das zweite Maschinenzeitalter an. Sie beschreiben es in ihrem Buch „The Second Machine Age: Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird“. Seit James Watt die Dampfkraft entwickelte, hat der Mensch die Grenzen seiner Muskelkraft überwunden. Die Digitalisierung und Automatisierung sprengen nun auch die Grenzen des Denkens. Gerade mit Blick auf Googles autonom fahrendes Auto: Kraftfahrer sind eine der Berufsgruppen, die für die beiden Forscher zu den Verlierern dieser Entwicklung gehören. Die Zukunft fordert spezielle Kompetenzen, um neue Technik nutzen zu können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen