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Christiansens Netzwelt : Die Bots kommen – Was wird aus den Apps?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

2016 lief es noch gut für Smartphone-Anwendungen. Doch Experten sagen schon ihr Ende voraus.

von
erstellt am 29.Dez.2016 | 18:24 Uhr

„Stirbt der Browser aus?“, fragte die Süddeutsche Zeitung im August 2015. Das einstige „große Fenster, durch das man ins World Wide Web blickt“, werde abgelöst – durch Apps. Den Browser gibt es noch. Apps auch. Doch jetzt sind es die kleinen Anwendungen, die auf dem Weg zum Abstellgleis sind – so sagen es zumindest Branchenexperten voraus.

Noch bequemer als vor nicht allzu langer Zeit die Apps sollen künftig  Bots unseren Alltag machen. Sie stecken zwar noch in den Kinderschuhen, sollen sich aber  in ein paar Jahren vom dummen Programm zum pfiffigen  Assistenten entwickelt haben. Dann ist die Bestellung von Konzertkarten über den Messenger, in dem man sowieso gerade mit dem Freund die Verabredung bespricht, einfacher, als dafür extra eine Apps zu installieren oder gar den Browser zu öffnen. Außerdem sind Nutzer Apps generell nicht sonderlich treu – schnell installiert, schnell langweilig.

Wann und ob Apps ganz verschwinden, bleibt abzuwarten. In 2016 lief es  gut, ergab eine Erhebung des Marktforschungsunternehmens Nielsen – zumindest für solche mit großem Namen: Die Liste der erfolgreichsten Apps in den USA führt das soziale Netzwerk Facebook mit 146 Millionen monatlicher Nutzer an, gefolgt vom ausgelagerten Messenger (130 Millionen). Auf Platz drei folgt Google mit seinem Videodienst Youtube (114 Millionen).

Dass es Facebooks Messenger auf den zweiten Platz geschafft hat, ist wohl auch auf einen Trick zurückzuführen: Via Smartphone eine Facebook-Nachricht versenden, ist ohne Messenger seit einiger Zeit nicht mehr möglich. Anscheinend braucht es Tricks, um sich zu behaupten. 

Das größte Wachstum unter den Top-Ten-Apps kann Anwendung der Versandplattform Amazon verbuchen: Die Nutzerzahlen sind um 43 Prozent auf 65,5 Millionen gestiegen. Fürs Shoppen und Chatten hat also zumindest der Browser anscheinend tatsächlich ausgedient.

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