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Kriminalität im Web : Die Angst im Internet

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Drei von vier Deutschen fühlen sich im Internet bedroht – insbesondere durch Viren, Betrug oder Datenmissbrauch. Viele Nutzer geben sich deshalb online eine falsche Identität.

Berlin | Schon drei Viertel der Bundesbürger sind laut statistischem Bundesamt online. Allerdings fühlen sich nicht alle wohl dabei: Drei von vier Internetnutzer "fühlen sich im Web bedroht", teilte der Bundesverband Bitkom jetzt mit.
Viren, Betrug oder Datenmissbrauch machen den Deutschen besonders Angst. Und das nicht unbegründet: "Rund die Hälfte der Onliner hat tatsächlich Erfahrungen mit IT-Kriminalität gemacht", heißt es bei Bitkom. Dennoch ist diese Botschaft eine vergleichbar gute Nachricht. Im vergangenen Jahr fühlten sich noch 85 Prozent der Internetnutzer bedroht.
Viren verunsichern Internetnutzer am meisten
"Das Vertrauen der Nutzer in die Internet-Sicherheit hat sich leicht erhöht. Doch die Schadensfälle zeigen, dass ein gesundes Maß an Vorsicht, aktuelle Virenschutzprogramme, Firewalls und Software-Updates sowie eine regelmäßige Änderung der wichtigsten Passwörter unerlässlich bleibt", lässt Dieter Kempf, Präsident des Bitkom, mitteilen.
Von Schadprogrammen fühlen sich deutsche Internetnutzer am meisten bedroht (62 Prozent). Vor Betrug beim Online-Einkauf oder einer Online-Auktion hat fast jeder dritte User Angst (31 Prozent). Und 45 Prozent der Deutschen sorgen sich wegen eines möglichen Missbrauchs persönlicher Daten. Diese Zahl ist deutlich gesunken: 2011 waren es laut Bitkom noch 59 Prozent.
Internetnutzer reagieren mit Falschangaben
Um seine Privatsphäre zu schützen, macht deshalb jeder dritte Internetnutzer bewusst falsche Angaben. "Falschangaben sind eine typische Abwehrreaktion auf zu umfangreiche Datenabfragen im Internet", kommentiert Kempf die Befragung.
Der Datenhunger der Betreiber von Webseiten verunsichere nicht nur die Nutzer, sondern führe auch zu Datenmüll. "Die Betreiber von Webseiten sollten nur jene Daten abfragen, die für den jeweiligen Dienst unbedingt notwendig sind. Und die Internetnutzer sollten bewusst entscheiden, wem sie welche Details preisgeben. Man muss nicht jedes weiße Feld ausfüllen", so Kempf.
Vor allem in sozialen Netzwerken flunkern laut Bitkom die Deutschen: 13 Prozent der Anwender sind dort aus Datenschutzgründen unter einer falschen Identität unterwegs. In Foren sind es 11 Prozent, in Partnerbörsen fünf Prozent und in diversen Formularen 3 Prozent.

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erstellt am 21.Mär.2012 | 05:20 Uhr

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