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Sicherheits-Index : Deutsche sorgloser im Netz trotz Kenntnis der Gefahren

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Eine aktuelle Studie zeigt: Die Nutzer sichern sich zu wenig ab.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 13:29 Uhr

Berlin | Über die Gefahren im Netz wissen die Menschen in Deutschland stetig mehr als in den Jahren zuvor. Allerdings sinkt ihre Bereitschaft, entsprechende Schutzmaßnahmen zu anzuwenden. Das ist ein Ergebnis des neuen Sicherheits-Index, den der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat.

Die Bedrohung durch Kriminelle im Cyberraum steigt seit Jahren kontinuierlich an. Das bedeutet nicht nur für Privatleute, sondern auch für Unternehmen eine größere Gefahr.

Die Förderung digitaler Kompetenz als übergreifende Schlüsselqualifikation entwickle sich zur Kernaufgabe digitaler Aufklärung, sagte Thomas Kremer, Vorstandsvorsitzender des Vereins. Die Aufklärung müsse aber professionell unternommen werden. „Und das kostet auch Geld.“ 

Demnach geht die Schere zwischen Wissen und tatsächlichem Verhalten weiter auseinander. Der Sicherheitsindex sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Punkte auf einen Wert von 61,1 Indexpunkten. Das Schutzniveau der Verbraucher sei allerdings stabil geblieben, betonte der Verein. Erheblich gestiegen sei die Bedrohungslage. 

Dem Index zufolge, den der Verein seit 2014 jährlich zusammen mit dem Bundesjustizminister herausgibt, stieg die Anzahl der Sicherheitsvorfälle 2017 von 30,1 auf 41,7 Indexpunkte. „Die Bedrohungslage hat sich deutlich verschärft“, sagte Kremer. Das Sicherheitsverhalten ging von 52,9 auf 51,4 Indexpunkte zurück. Dabei stieg das Wissen um mögliche Gefahren um 2,2 Punkte auf 86,4 Punkte. 

Einen besonderen Fokus setzte die Untersuchung in diesem Jahr auf digitale Gesundheits- und Vital-Dienste sowie auf Haus- und Heimvernetzung, Online-Shopping, -Banking und den vernetzten Verkehrsraum. Für die repräsentativen Ergebnisse befragte das Meinungsforschungsinstitut Kantar TNS rund 2000 Verbraucher über 16 Jahren. 

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