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Henckes Netzwelt : Der teure Kult der N64-Spiele

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Spiele für alte Konsolen erreichen zunehmend astronomische Preise. Sammlerkult oder Retro-Wahnsinn?

von
erstellt am 20.Jun.2016 | 19:00 Uhr

1997 kam die N64-Konsole von Nintendo auf den europäischen Markt. Über 32 Millionen Einheiten verkaufte das Unternehmen weltweit. 2003 war dann endgültig Schluss. Da war der unbeliebte Nachfolger, Nintendos Gamecube schon zwei Jahre auf dem Markt. Die Konsole erlangte in dieser Zeit schnell Kultstatus. Das schlägt sich heute – 20 Jahre nach der Veröffentlichung in Japan – noch immer in den Gebrauchtpreisen nieder. Eine der 64-Bit-Konsolen zu ergattern, ist dabei noch recht günstig. Wer aber glaubt, die Spiele bekäme man hinterhergeworfen, der täuscht sich.

Wer beliebte Spiele für den N64 zum Beispiel bei Ebay ersteigern möchte, der muss dafür tief in die Tasche greifen. Die „Mario Party“-Reihe ist so ein Kandidat. Der zehnte und aktuelle Teil der Serie ist für die „Wii U“-Konsole für 37,99 Euro erhältlich. Möchte man für den N64 den ersten, zweiten oder dritten Teil – wohlgemerkt gebraucht – haben, muss man im Schnitt 40 Euro ausgeben. Für Spiele, die 1998, 1999 und 2000 erschienen sind. Bei anderen Spielen sieht es ähnlich aus. Für „Mario Kart 64“ muss man ebenfalls rund 40 Euro berappen, „Zelda“ gibt es hingegen schon für rund 35 Euro. Das Spiel „Super Smash Bros.“ geht teilweise für über 50 Euro über die virtuelle Ladentheke und „Paper Mario“ wird sogar zu Preisen über 100 Euro verkauft. Top of the Pops ist das Spiel „Conker's Bad Fur Day“. Bei einer Auktion wurde für das Spiel in Originalverpackung 201 Euro bezahlt.

Neben dem offensichtlichen Sammlerwert einiger Games kommt in dem Päckchen dann auch ein Hauch Nostalgie mit ins Haus. Pixelgrafik statt HD, Steuerkreuz statt Touchpad und wenn das Spiel von der Konsole nicht gelesen werden kann: Einmal ins Spiel-Modul pusten. Am Ende muss dann jeder selbst entscheiden, ob er für den kurzweiligen Retro-Spaß so viel Geld lassen möchte. Sammler werden sich hingegen freuen, denn billiger werden die Spiele vermutlich nicht. Kult ist Kult.

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