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Fligges Netzwelt : Der Spion auf dem Desktop

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Dreiste Masche: Die Adware „eFast“ tarnt sich als Browser und kann so auf Passwörter zugreifen.

Täuschung ist die hohe Kunst der Adware-Geschäftemacher. Sie entwickeln Software, die den Benutzer mit Werbung bombardieren. Jetzt ist ein Programm aufgetaucht, das dieses Prinzip auf ein neues Niveau hebt. Es tarnt sich als Webbrowser.

Und dem vertraut man heute fast so viele Geheimnisse an wie der Ehefrau. Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach der Arbeit nach Hause. Irgendwie hat sich Ihr Partner oder Ihre Partnerin verändert. „Er trägt doch sonst keine Seidenhemden“, denken Sie vielleicht. An den Wänden hängen plötzlich Poster. Darauf steht: „Mit diesem Trick hat er die ganze Abnehmindustrie geschockt!!!“ Ihr Gegenüber hält Ihnen das Telefon hin. „Hallo Schatz, du bist ein glücklicher Gewinner. Du musst nur diese Nummer wählen.“

So in etwa funktioniert der dreiste Clon „eFast“. Er tarnt sich als Webbrowser in Google-Chrome-Optik, ersetzt ihn mit all seinen Verknüpfungen als Standardbrowser. Das Programm verbreitet sich über die Installation von Gratis-Software. Künftig erscheint beim Surfen Werbung für dubiose Webseiten. Auch Passwörter können gesammelt werden. Erkennen kann man den Spion im About-Fenster des Browsers. Dort ist der Name „eFast“ aufgeführt. Einmal erkannt, lässt sich das Programm über die Systemsteuerung von Windows entfernen. Betroffenen raten Sicherheits-Experten zu einem Adware- oder Antiviren-Scan. Danach kann man sich auf seinem Rechner wieder wie zu Hause fühlen.

> So entfernen Sie „eFast“ (englischsprachige Anleitung).

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