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Hencke's Netzwelt : Der Quatsch mit den Kinderkameras

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Fotografieren macht Erwachsenen und Kindern Spaß. Doch die teuren Kinderkameras bringen es meist nicht.

Sie sind quietschebunt und sollen schon die Kleinen an die Fotografie heranführen: Kameras speziell für Kinder. Für Mädchen gibt es sie in pink, für Jungs in blau. Gender-Marketing in Höchstform. Doch gerade jetzt im Sommer wollen auch Kinder gerne Fotos im Urlaub machen und da fallen die bunten Plastikgehäuse natürlich ins Auge. Denn ungern möchten Eltern ihrem Nachwuchs  gleich die teure Spiegelreflex um den Hals hängen.

Doch die Kindermodelle taugen in der Regel nichts. Sie haben kleine Displays und kommen mit einer unterirdischen Bildqualität daher. Die meist mickrigen zwei Megapixel liefern ein Ergebnis, bei dem die Fotolust schnell beendet sein dürfte. Jedes Smartphone kann heute mehr. Spiele, Programme und Effekte finden in der Kamera ebenfalls ein Zuhause. Somit ist klar: Spiel und Spaß stehen hier eindeutig im Vordergrund, das Resultat eher weniger. Das macht die Kameras eigentlich unnötig, denn sie können alles, aber nichts richtig. Die Preise liegen mit  50 bis 120 Euro auch noch relativ hoch.

Besser wäre es, dem Nachwuchs gleich eine Kompaktkamera in die Hand zu drücken. Ein Outdoor-Modell ist in der Regel robust genug, um auch mal Sand, Spritzwasser oder Schmierfinger zu überstehen. Mit manchen kann man sogar ins Wasser gehen. Die Kameras liegen preislich auf ähnlichem Niveau wie die Kiddie-Knipsen, dafür ist die Bildqualität aber deutlich höher und das Display zum betrachten ist größer. Außerdem gibt es die Outdoor-Modelle auch in knalligen Farben. Die Bedienbarkeit ist auch für Kinder simpel.

Für Drei- bis Sechsjährige mögen die Kinderkameras vielleicht noch angehen, doch die Lust vergeht vermutlich schnell – vor allem bei den Älteren. An einer kompakten Outdoor-Knipse hingegen hat am Ende die ganze Familie ihre Freude und die Bildergebnisse sind auch noch zu gebrauchen –  wenn auch die Portraits von Mama und Papa ohne Prinzessinnen-Krone oder Hasenohren auskommen müssen.

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erstellt am 17.Jul.2017 | 06:30 Uhr

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