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1&1 SmartPad : Der digitale Bilderrahmen von 1&1

vom

Apple hat das iPad heraus gebracht und schon war das Thema Pads in aller Munde. Der Internet-Anbieter 1&1 wollte mitspielen - steigt aber schon wieder aus.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2010 | 06:39 Uhr

Um gleich das Fazit vorweg zu nehmen: Das 1&1 SmartPad ist keine Konkurrenz für Apple. Das liegt schon daran, dass es kleiner ist und trotzdem klobiger wirkt. Dafür kostet es auch deutlich weniger: Während für das kalifornische iPad rund 700 Euro vom Konto abgehen, verkauft der Internet-Anbieter aus Montabaur sein Gerät für 299 Euro. Neukunden können es nach wie vor gratis zu ihrem DSL-Anschluss bekommen.
Groß wurde die Aktion Mitte des Jahres beworben - jetzt lässt 1&1 das SmartPad schon wieder auslaufen. "Wir haben rund 25.000 SmartPads in Asien bestellt. Wir werden dieses Gerät nicht nachbestellen", sagt Unternehmenschef Ralph Dommermuth. Seine Begründung: Die Bestellung beim Hersteller dauere mehr als ein Jahr. Andere Geräte seien inzwischen besser verfügbar. Eigentlich sollten im September die letzten Restbestände abverkauft und andere Modelle angeboten werden. Doch offenbar ist das Pad ein Ladenhüter: Noch immer wirbt 1&1 für sein Gerät - ohne Alternativen.
Daten über WLAN, UMTS nur mit Zusatzgerät
Möglicherweise stecken auch andere Gründe hinter der Entscheidung, das SmartPad sterben zu lassen. Ein großer Makel ist etwa das Display: Es reagiert träge und nur auf starken Druck, Tippen auf der virtuellen Tastatur wird zum Geduldsspiel. Zudem verfügt das Gerät nicht über eingebautes UMTS oder HSDPA - hierzu ist ein Stick nötig, der über die USB-Schnittstelle angeschlossen werden kann. Ansonsten kommen die Daten über WLAN auf den Tablet-PC. Immerhin: Der Speicher lässt sich - anders als beim iPad - mit einer SD-Karte erweitern. Eine solche wird mit 2 Gigabyte bereits mitgeliefert.
Betrieben wird das SmartPad mit dem Google-Betriebssystem Android - im Auslieferungszustand in der Version 1.6, nach einem Update mit 2.2. Zusätzliche Programme gibt es über einen 1&1-eigenen "App-Store". Bereits an Bord sind Standards wie ein Mediaplayer für Videos und Musik, Webbrowser, Wetter- und Uhranzeige, Nachrichten-Feet und Slideshow für Fotos. Eingebunden ins heimische Netzwerk unterstützt das SmartPad auch Streaming.
Stereoklang zu dumpf

Der Klang des Pads ist ganz okay. Zwei Lautsprecher sorgen für Stereoklang, wenn das Pad quer gehalten wird oder steht. Das Klangbild ist recht ordentlich, allerdings zu dumpf eingestellt. Verändern lässt es sich leider nicht. Über Kopfhörer wird das Klangbild ausgewogener, könnte aber auch hier etwas mehr Höhen vertragen. Gänzlich verloren gehen diese bei der optionalen Docking Station. Hierfür wird mit "Audiogenuss über integrierten Subwoofer" geworben. Der meint es zu gut, spielt hohe Töne an die Wand. Das Hören klassischer Musik wird zur Qual. Doch angeschlossen an eine Hifi-Anlage lässt sich die Station stumm schalten und die Anlage sorgt für ausgewogenen Ton. Darüber hinaus sind die Lautsprecher der Docking Station kraftvoll, beschallen auch den Nachbarraum gut und bei höchster Lautstärke schnarkt nichts. Eine solide Verarbeitung also.
Der Sieben-Zoll-Bildschirm wirkt mit seiner Auflösung von 800 mal 480 Bildpunkten leicht körnig. Das wirkt sich natürlich auch auf Fotos aus, die man als Diashow anzeigen lassen kann. Dazu eignet sich das SmartPad ganz gut. Im Fazit kommt es leider nicht über einen digitalen Bilderrahmen mit netten Zusatzfunktionen heraus.

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