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Dreyklufts Netzwelt : Der Babelfisch im Smartphone

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Übersetzer von Google für das Smartphone ist beeindruckend. Aber auch lustig.

Ich habe ein neues Spielzeug auf dem Handy: die Übersetzer-App von Google. Hier passieren Dinge, die ich aus Science-Fiction kenne. Wer erinnert sich nicht an den Babelfisch aus „Per Anhalter durch die Galaxis“? Bislang habe ich das für unmöglich gehalten.

Das Schöne: Das Programm ist so gut, dass ich damit etwas anfangen kann. Und so schlecht, dass es lustig ist.
Die beeindruckendste Funktion: Wenn ich die Smartphone-Kamera auf geschriebenen Text halte, wird er direkt übersetzt. Etwa die Zeitung vom Montag: Auf meinem Bildschirm wird aus „Land erwartet 25  000 Flüchtlinge“ „Land expected 25  000 refugees“. Das ist zwar nicht ganz korrekt, aber für einen nicht Deutsch sprechenden Menschen wohl verständlich.
Lustiger wird es bei „Husumer Soldaten ziehen aus der Türkei ab“. Die App hält „Husumer“ für eine Variante von Hummer und übersetzt: „Lobster Soldiers Pull from the Turkey from“. Offenbar herrscht gerade Krieg zwischen Schalentieren und Geflügel.
Trotz der humoristischen Anfälle ist die App brauchbar. Google liefert eine Fülle von Sprachen von Afrikaans bis Zulu, die meisten davon herunterladbar, falls mal gerade kein Netz zur Verfügung steht (soll hier und da auch außerhalb Schleswig-Holsteins vorkommen).

Der Übersetzer kann nicht nur Text mit der Kamera aufnehmen. Man kann auch sprechen und übersetzen lassen: „Haben Sie noch ein freies Doppelzimmer mit Dusche“ wird passabel übersetzt mit „You still have have a free double room with shower“ und von einer Frauenstimme mit britischem Akzent auch gleich gesprochen. Ohne Dänisch zu können, kommt mir „du stadig har en gratis doppeltvaerelse med bad“ aber nicht ganz korrekt vor.

Bald bin ich in Italien. Ich kann kein Italienisch. Und ich bin sehr gespannt, ob ich kostenlose Übernachtungen bekomme. Oder doch nur sehr wütende Wirtsleute.
 

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erstellt am 18.Aug.2015 | 18:24 Uhr

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