Maas’ Netzwelt : Das vernetzte Haustier: Apps fürs Hund, Katze und Co.

Barbara Maas ist Leiterin des Online-Newsdesks bei shz.de.
Barbara Maas ist Leiterin des Online-Newsdesks bei shz.de.

Vernetzen statt Streicheln: Das Wlan füttert die Katze und ein Roboter spielt mit dem Hund.

shz.de von
17. März 2015, 06:00 Uhr

Das Internet der Dinge erobert klammheimlich unsere Welt. Wenn wir vor dem Joggen das Fitnessarmband mit Schrittzähler anlegen. Wenn wir mit dem Smartphone an der Straßenecke das Licht in unserem Haus anknipsen. Oder wenn wir abends zu Hause schnell kontrollieren, wo genau das Paket mit dem neuen Mantel gerade steckt, das der Online-Versandhändler unseres Vertrauens vor drei Tagen auf den Weg bringen wollte.

Ganz selbstverständlich nutzen wir Technologie, um mit anderen Menschen und unseren Habseligkeiten zu kommunizieren. Die Entwickler haben längst neue Märkte entdeckt: unsere Haustiere. Beispiele gefällig? Ein spezieller Gurt für die wasserfeste Action-Kamera, und der Cockerspaniel wird zum Kameramann geadelt. Ein Fitnesshalsband zählt wie beim Herrchen Schritte und verrät, wie fit der Hund eigentlich ist. So weit, so witzig.

Vieles kratzt aber auch an der Tür zur Vernachlässigung. Da gibt es intelligente Futternäpfe für Hunde und Katzen, die sich via Wlan mit dem Smartphone steuern lassen. GPS-Tracker und Haustier-Kameras sollen außerdem das Gewissen beruhigen, wenn die Menschen des Haushalts gerade alle länger unterwegs sind. Und der Gogo Dog-Pal ist ein Roboter-Freund für den Hund: Eine kleine Kiste mit aufgemalten Augen, die über die Wiese flitzt, falls niemand mehr Lust hat, einen Ball zu werfen. Gassigehen? Laufbänder für Hunde gibt es längst. Und fürs Geschäft wird sich schon eine Lösung finden.

Das Internet der Dinge macht Spaß und oft das Leben leichter. Aber nur, wenn man im richtigen Moment auch mal abschaltet. Die Lebewesen in unserer Nähe freut’s – und uns selbst auch. Denn bei aller Vernetzung geht es manchmal nur um echten Kontakt.

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