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Dreyklufts Netzwelt : Das ist meine Re:publica

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Auch unser Kolumnist ist in Berlin. Seine Highlights und Erwartungen an das Treffen der „Netzgemeinde“.

Manche sagen profan „Internetkonferenz“. Andere sprechen vom „Klassentreffen der Netzgemeinde“. Sicher ist: Die Berliner Re:publica ist das wichtigste Offline-Ereignis zum Thema Internet in Deutschland. Diese Woche Dienstag bis Donnerstag ist es wieder soweit.

Re:publica bedeutet für mich persönlich: Ein Wechselbad der Gefühle. 2013, meine erste, war Aufbruch: Mehr Demokratie, mehr Transparenz, mehr Mitbestimmung, mehr Wissen, mehr Bildung, mehr Mehr. Dann 2014: Snowden. Wie ein Schatten lag die Erkenntnis über der Konferenz, dass das Netz auch eine dunkle Seite hat. Für mich die wichtige Erkenntnis: Demokratie und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeiten. Und das Netz bietet viele Möglichkeiten, sie zu zerstören.

Jetzt 2015: Zunächst fehlt Sascha Lobo. Der Internet-Selfmademan hat nach bemerkenswerten Reden in den Vorjahren abgesagt. 2014 beschimpfte er die „sogenannte Netzgemeinde“, dass sie, in meinen Worten, zu geizig und faul sei, um politische Kraft zu entwickeln. Jetzt zieht er die persönliche Konsequenz.

Wer kommt: Olaf Scholz war bereits am Dienstag da – als einer der wenigen Politiker in Regierungsverantwortung, die sich hierhin trauen. Reed Hastings, charismatischer Chef von Netflix, der ein bisschen an Steve Jobs erinnert. Markus Beckedahl sprach natürlich auch, Mitorganisator der Re:pubilica und Chef der rührigen Lobbyplattform  netzpolitik.org. Er sieht die Netzpolitik gerade im „Tal der Enttäuschungen“ und hofft auf den „Pfad der Erleuchtung“.  Heute freue ich mich auf Ingrid Brodnig vom österreichischen Magazin „Profil“, die über die „kaputte politische Debatte“ im Netz spricht. Und auf den twitternden Astronauten Alexander Gerst.

Was haben Sie davon? Hoffentlich wieder so viele Inspirationen wie in den Vorjahren, die über Monate auch diese Kolumne füllen.

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erstellt am 14.Mai.2014 | 05:00 Uhr

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