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Maas’ Netzwelt : Das Ende der Smartphones naht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Noch fünf Jahre gibt eine Studie der Smartphone-Ära. Was kommt dann? Wohl keine Roboter-Apokalypse.

von
erstellt am 04.Jan.2016 | 18:48 Uhr

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Haben Sie dann ein Smartphone dabei? Nein, glaubt das Unternehmen Ericsson. Der schwedische Konzern hat früher selbst Handys hergestellt, heute ist er der größte Netzwerkausrüster der Welt. 100.000 Verbraucher in Schweden und 39 anderen Ländern hat Ericsson befragt. Die Umfrage soll statistisch für 1,1 Milliarden Menschen weltweit repräsentativ sein. Der Tenor: In fünf Jahren nutzen die meisten von uns keine Smartphones mehr. Eine Ära strebt ihrem ziemlich frühen Ende entgegen.

Fünf Jahre sind eine kurze Zeit. Ich habe erst seit viereinhalb Jahren überhaupt ein Smartphone – und kann mir ein Leben „ohne“ nicht mehr vorstellen. Eine funktionierende Verbindung mit dem Internet rangiert gleich hinter fließendem Wasser, Essen und Elektrizität in meiner persönlichen Bedürfnispyramide. Allerdings wusste ich vor meinem Smartphone auch nicht, was ich verpasse. Also: Wenn mein nächster technischer Begleiter noch ein bisschen smarter und praktischer wird– bitte. Ich freue mich schon.

Aber was kommt dann auf uns zu? Da bleibt man bei Ericsson erwartbar schwammig. „Künstliche Intelligenz“, heißt es. „Dreidimensionale Anwendungen“, bei denen man zum Beispiel virtuell Schuhe anprobieren könne. Wearables und Smarthomes – das Internet und die ganze Welt am Körper und großflächig an der Wohnzimmerwand.

Beim Thema künstliche Intelligenz befürchten manche schon die Roboter-Apokalypse. Was, wenn Maschinen nicht nur Mechaniker und Bäcker ersetzen, sondern auch Lehrer und Ärzte? Machen wir Menschen uns überflüssig? Diese Ängste um die eigene Bedeutung und das Tempo, mit der die Menschen die neuen technologischen Veränderungen erwarten, unterstreichen: Wir sind mitten in einem Strukturwandel, viele sprechen von einer neuen industriellen, der digitalen Revolution. Revolution – das klingt anstrengend, nach Tränen, Schweiß und Umwälzungen. Wahrscheinlich kommt genau das auf uns zu. Mit gigantischen und winzigen Robotern. Aber ohne Apokalypse.

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