Maas’ Netzwelt : Chats in Europa, Spiele in Asien

Barbara Maas ist Leiterin des Online-Newsdesks von shz.de.
Barbara Maas ist Leiterin des Online-Newsdesks von shz.de.

Was machen Menschen mit ihrem Smartphone – außer telefonieren? Zum Glück gibt es Studien.

shz.de von
19. Mai 2015, 06:00 Uhr

Heute beginne ich mal mit einem Bekenntnis: Ich liebe sozialwissenschaftliche Studien. Die Grundzüge unserer Gesellschaft, die großen Fragen des Lebens – sie alle kommen mit der empirischen Sozialforschung so herrlich einfach daher. In dieser Woche hat mich eine Studie erfreut, über die das Handelsblatt berichtet. Die Beratungsfirma „App Annie“ hat gefragt: Wie nutzten Menschen in Deutschland, den USA, Großbritannien, Japan und Südkorea Apps?

Die von mir stark vereinfachten Ergebnisse der Untersuchung im ersten Quartal 2015: Die Deutschen chatten, die US-Amerikaner lieben die Bilder von Instagram und Snapchat, und die Asiaten wollen spielen. Allerdings kostet in allen Ländern die Kommunikation mit Messengern und Netzwerken am meisten Smartphone-Zeit: Bei uns und in den USA sind es etwa 60 Prozent, in Japan 45 Prozent. Hier verbringen die Nutzer allerdings viermal so viel Zeit mit Daddeln wie die Amerikaner, in Südkorea spielen die Nutzer immer noch doppelt so viel. Die Deutschen und die Briten spielen am wenigsten.

Sind wir also spaßbefreit? Das kommt auf die Definition von Spaß an. Ich zum Beispiel liebe wortwitzige Chats mit Freunden – fast noch mehr als Sozialforschung.

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