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Christiansens Netzwelt : Chaos Communication Congress in Hamburg: Hacker zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Politik, Wirtschaft, Gesellschaft – die Szene kümmert sich um Themen, die jeden angehen.

von
erstellt am 21.Dez.2016 | 14:05 Uhr

Hacker haben ein trostloses Leben. Sie sehen selten das Tageslicht, haben kaum bis keine sozialen Kontakte und trinken nur koffeinhaltige Süßgetränke. Kein Wunder, dass sie keine Skrupel haben, in Computersysteme einzubrechen und die erbeuteten Daten im Darknet zum Kauf anzubieten oder von Nutzern oder Firmen Lösegeld zu erpressen. Oder?

Hacker aus der ganzen Welt treten nach Weihnachten den Gegenbeweis an: Vom 27. bis zum 30. Dezember trifft sich die Szene in Hamburg. Es geht um Wirtschaftsskandale: Der Lübecker Computerspezialist Felix Domke lässt seine Entdeckungstour durch die Software-Abgründe in seinem Volkswagen Sharan Revue passieren und blickt zurück auf seine Analyse der Schummelsoftware im Abgasskandal. Es geht um Politik und den Verschlüsselungs-Krieg des vergangenen Jahres: Wie genau war das noch zwischen Apple und dem FBI? Es geht um den digitalen Wandel: Urheberrecht internetkompatibel machen – geht das? Und es geht um Gesellschaftliches, um die Stimmung im Netz: „Fake News“, Populismus, Hass und Hetze gegen Geflüchtete. In inzwischen 33 Jahren ist der Chaos Communication Congress groß und wichtig geworden: Von einem Szenetreffen mit wenigen Hundert Teilnehmern hat sich das Hackertreffen zum größten Europas mit 12.000 Besuchern im vergangenen Jahr und mit gewichtigen Themen und Meinungen gemausert.

Doch es ist nicht nur diese eine Veranstaltung im Jahr, bei der sich die Hacker im Norden zeigen: In Flensburg, Lübeck, Itzehoe oder Kiel kann man sie täglich in ihren Räumen besuchen, zugucken, fragen. Das ist kein Club verstockter Computerfreaks, in den sogenannten Chaostreffs kommen engagierte Leute zusammen, die ihr Wissen und den Spaß an Technologien teilen wollen – nahbarer und sozialer geht es kaum.

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