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Maas’ Netzwelt : Böses Facebook und naive Nutzer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Dieses Mantra kann man nicht oft genug wiederholen: Wir müssen besser auf unsere Daten aufpassen.

Das Schlimmste an dem neuen Daten-Schocker bei Facebook: Er überrascht mich nicht. Ich kann mich nicht einmal mit Verve darüber aufregen – obwohl ich finde, dass ich es sollte. Ein Teil von mir sagt: Dass der Facebook-Messenger speichert, wo ich wann mit wem gechattet habe, und so ein Bewegungsprofil erstellt werden kann, ist ein Skandal. Das schränkt mich in meiner Freiheit ein, beschneidet meine Privatsphäre und macht mich gläsern. Ein anderer Teil von mir kontert: Selbst Schuld. Hallo? Das ist Facebook. Pass doch besser auf Deine Daten auf!

Es ist wie so oft: Recht haben beide Stimmen. Viele finden es perfide, dass Facebook diese Häkchen, die man zum Schutz der Privatsphäre setzen muss, versteckt. Gerne alle paar Monate woanders. Nett ist das nicht. Aber nett muss Facebook auch nicht sein. Das Netzwerk ist kein Freund, sondern ein Weltkonzern mit Interessen und Macht – so wie auch Google und die anderen. Wenn man das bei all den Katzen-Videos, Food-Fotos und vertraulichen Chats im Kopf behält, wird man wenigstens nicht persönlich enttäuscht. Kritisch die AGB lesen, jedes Häkchen überdenken und sich bewusst für oder gegen das Netzwerk entscheiden – das muss der mündige Bürger 2015. Auch wenn es lästig ist.

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