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Dreyklufts Netzwelt : Bitcoin und andere: Kryptowährungen, der neue Goldrausch

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Kunstwährungen wie Bitcoin boomen. Dahinter stecken Abenteuerlust, Angst vor dem Staat und viel Kreativität.

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erstellt am 18.Jul.2017 | 15:03 Uhr

Da draußen ist Wildwest. Es gibt Goldadern, Goldhändler, Claims, Verkäufer von Schaufeln, die ihren Teil abhaben wollen.

Die Rede ist von Kryptowährungen, einem Phänomen, das in der breiten Öffentlichkeit meist in Form von  Bitcoin diskutiert wird.  Inzwischen gibt es davon mehrere Tausend. Wer etwas auf sich hält, handelt mindestens mit Etherium oder einer der fast tausend anderen, die inzwischen in Euro oder Dollar konvertierbar sind. coinmarketcap.com gibt ihren Gesamtwert aktuell mit 80,3 Milliarden Dollar an.

Dabei sind die digitalen Währungen aus sich heraus nichts wert. Sie sind „fiat“, also geschaffenes Geld, das keinen realen Gegenwert in etwas Substanziellem hat.

Das ist bei unserem üblichen Geld, dem Euro, auch nicht anders. Aber hier schafft eine Notenbank und damit letztendlich der Staat das notwendige Vertrauen. Bei Kryptowährungen schaffen dieses Vertrauen nur die Marktteilnehmer selbst.

Viele finden das gut. Staatlich und von Banken organisierte Währungen sind ihnen suspekt. Aus diesem Grund sollen viele Milliarden aus China in Kryptowährungen geflossen sein. Andere verteufeln sie, weil sie, so eine gängige Ansicht, vor allem den anonymen Transaktionen von Verbrechern dienen.

Ob gut oder böse: Die Szene der Kryptowährungen ist auf jeden Fall hochkreativ. Fast täglich kommen neue dazu. Und sie dienen sogar als Finanzierungswährung für Unternehmen.

 

Geschürft wird auch im Kunstwährungsmarkt. Da die Verschlüsselungsmechanismen viel Rechenzeit brauchen, wird belohnt, wer viel zur Verfügung stellt. So waren zeitweise bestimmte Grafikprozessoren des Herstellers Nvidia nicht lieferbar, weil sie von Schürfern aufgekauft wurden.

Für Schlagzeilen sorgen vor allem die spektakulären Abstürze. So halbierten sich Kryptowährungen nach dem Rekordhoch bei 116 Milliarden Dollar vom 20. Juni, um wieder um 30 Prozent zuzulegen.

Nach dem Goldrausch blieb eines: die Bedeutung des Metalls Gold. So wird es auch bei den Kryptowährungen sein.

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