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Pinterest und Instagram : Bilderdienste: Der Marktplatz von morgen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wer als Unternehmer die Regeln in den sozialen Netzwerken verstanden hat, spielt auf dem Markt nicht selten ganz oben mit. Facebook allein reicht aber schon längst nicht mehr. Die Welt will Farben sehen.

Zwei Paar knallgelbe Sneaker, zerrissene Jeans, ein bisschen nackte Haut: Gefällt mehr als 2500 Menschen. Die französischsprachige Fashionbloggerin „lady.m.lodie“ trägt Produkte des Online-Händlers Zalando. Eine nette Geste? Eher nicht. Ihre Follower erwarten sowas. Und Zalando hat längst herausgefunden, wer ihre Produkte in die Welt hinausträgt.

Ein Bild auf dem richtigen Internetkanal ist Gold wert. Online-Netzwerke wie Facebook & Co. erreichen hunderte Millionen Menschen weltweit. Facebook hat rund 1,5 Milliarden Mitglieder. Die Foto-Plattform Pinterest knackte jüngst die Marke von 100 Millionen Nutzern, die Facebook-Tochter Instagram schafft es monatlich auf das Dreifache. Für Unternehmen bieten diese Plattformen großes Potenzial.

„Wir haben eine eigene Fashion-PR, die sich um spezielle Zielgruppen wie Blogger und Stylisten in ganz Europa kümmert“, sagt Zalando-Sprecher Boris Radke. Und die seien nicht auf Facebook, sondern in erster Linie auf den Bilderdiensten aktiv. Etwa 120.000 Instagramer erreicht „zalando_official“ bereits und geht damit einen Weg, der sich bereits zu lohnen scheint: „Produkte, die über die Kanäle prominent vermarktet werden, haben einen stärkeren Abverkauf als andere“, sagt Radke. Der Effekt sei unmittelbar spürbar.

Während auf Instagram hochgeladene Inhalte in Echtzeit wichtig sind, lebt Pinterest von gesammelten Inhalten. Nutzer haben dort die Möglichkeit, Fotos aus dem Netz auf Online-Pinnwände zu stellen. Wer Inspiration für die Hochzeit oder die Einrichtung sucht, sammelt seine Auswahl nach und nach in virtuellen Ordnern. Pinterest arbeitet aktuell auch an einem Geschäftsmodell mit Werbe-Pins und „Kaufen“-Buttons für abgebildete Artikel.

Bei Unternehmen kommt das Konzept gut an: „Pinterest trägt zu unserem langfristigen und nachhaltigen Erfolg bei“, sagt Martin Kaltwasser, Online-Chef der Ernährungszeitschrift „EatSmarter“. „Wir schauen, welche Rezepte dort gut funktionieren und nutzen das als Rückkopplung zu anderen Kanälen.“ Marketingexperten des deutschen Sportartikelherstellers Adidas schätzen die Nähe zu den Kunden, die dadurch aufgebaut wird. „Auf Pinterest und Instagram können wir als Marke nicht nur sehen, wie unsere Produkte und unser Content ankommen, sondern mit unseren Fans auch direkt in Kontakt treten“, sagt Sprecher Oliver Brüggen.

„Content“, und somit Inhalte bereitstellen, funktioniert im Internet am besten bildbasiert – das weiß auch Social-Media-Experte Tobias Arns vom Digitalverband Bitkom. Entscheidend seien Planung und eine Strategie, sonst gehe der Content im Netz unter. Außerdem: Wer geschickt sei, streue seine Inhalte genau dort, wo sich potenzielle Kunden aufhielten.

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