Smartphone und Tablet : Backup – So sichern Sie sensible Daten

Die Qual der Wahl: Kleine Backups passen auch auf einen USB-Stick, für mehr Daten braucht es schon eine Blu-ray oder eine externe Festplatte.  
Die Qual der Wahl: Kleine Backups passen auch auf einen USB-Stick, für mehr Daten braucht es schon eine Blu-ray oder eine externe Festplatte.  

Auf Smartphones und Tablets liegen oft wichtige und sensible Daten. Bei einem Verlust des Geräts oder einem Defekt sind sie weg. Ein vernünftiges Backup anzulegen, ist überhaupt nicht schwer.

shz.de von
13. Mai 2015, 03:30 Uhr

Plötzlich macht es platsch. Das Smartphone, eben noch schnell am Waschbecken abgelegt, rutscht vom Rand ins Wasser. „Die Hardware lässt sich dann ersetzen, oft sind die persönlichen Daten wie Fotos oder Nachrichten aber unersetzlich“, sagt Manuel Fischer vom IT-Verband Bitkom. Auch bei Diebstahl oder Systemfehlern des Smartphones droht der Datenverlust. Doch es muss nicht alles verloren sein – vorausgesetzt man hat ein Backup.

„Ein Backup ist eine Kopie von wichtigen Daten, die dazu dient, einem Datenverlust vorzubeugen“, erklärt Stephan Heuser, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Darmstadt. Es hilft außerdem dabei, ein neues Gerät mit geringem Aufwand so einzurichten wie das alte. Das Telefonbuch, Fotos oder die Lieblings-Apps sind auf diese Weise im gewohnten Umfang vorhanden. Auch Anmeldeinformationen für Dienste im Internet sollten auf eine sichere Weise gespeichert werden. „Im Zeitalter von preiswerten USB-Sticks und Terabyte-Festplatten kann man das Backup ruhig großzügig auslegen“, sagt Heuser.

USB-Sticks oder externe Festplatten eignen sich für den Privatanwender gut. „Dabei sollte man aber auch die durchschnittliche Lebenserwartung der Backup-Medien beachten“, rät Heuser. Er empfiehlt, die Backups nicht nur lokal zu lagern, sondern bestenfalls geografisch zu verteilen – etwa im Bankschließfach oder bei Freunden. „Ansonsten könnte zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand sowohl PC, Smartphone und Tablet als auch die Backup-Festplatte zerstört werden.“ Auch die Sicherung im Onlinespeicher, der sogenannten Cloud, kann Vorteile bieten. „Eine Wiederherstellung kann bei einem Hardware-Defekt dann von überall aus stattfinden – zum Beispiel auf einer Geschäftsreise oder im Urlaub, wenn der PC mit einem lokalen Backup nicht erreichbar ist“, sagt Fischer.

Für die lokale Sicherung der Daten bieten Smartphone- und Tablet-Hersteller schon ab Werk Optionen an. Android-Geräte können zum Beispiel über ein Google-Konto ihr komplettes System sichern. Der Prozess läuft im Hintergrund. „Für lokale Backups werden meist bereits durch den Geräteanbieter Apps mitgeliefert, zum Beispiel ,Kies‘ bei Samsung-Geräten“, sagt Borcea-Pfitzmann. Diese seien jedoch nicht ganz so transparent verwendbar wie die Betriebssystem-Möglichkeiten.

Bei Apple funktioniert die lokale Sicherung über iTunes: „So ist es möglich, dass bei jedem Akku-Laden von iPhone oder iPad ein Backup mittels USB-Kabel über den Rechner angelegt wird“, sagt sie. Darüber hinaus kann der Nutzer wählen, ob er das Backup in der iCloud oder lokal auf dem Rechner vornehmen will – auf Wunsch auch verschlüsselt. „Verschlüsselte Backups sind immer dann von Vorteil, wenn auch vertrauliche Daten mit abgelegt werden, etwa Nachrichten oder gar Passwörter. Vor allem wenn das Backup in der Cloud erfolgt, sollte auf jeden Fall eine Verschlüsselung gewählt werden“, sagt Bitkom-Experte Manuel Fischer.

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