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Tipps für die richtige Speicher-Strategie : Backup – Die Daten auf der sicheren Seite

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wer hat auf dem Computer keine wichtigen Daten? Deshalb ist eine regelmäßige Sicherung der Dateien unabdingbar. Ohne Backup steht man im Ernstfall mit leeren Händen da.

Die Festplatte des Rechners gibt plötzlich den Geist auf. Oder Schadsoftware befällt den PC und löscht oder verschlüsselt alle Daten unwiederbringlich. Erst dann erkennen viele Nutzer den Wert regelmäßiger Backups.

Verschlüsselungstrojaner wie „Locky“ haben eine große Reichweite. Sogenannte Ransomware wird immer häufger genutzt, um von den Nutzern Lösegeld für die Entschlüsselung der Daten zu kassieren. Im schlechtesten Fall bleiben die Daten verloren.

Idealerweise werden die Daten getrennt vom Betriebssystem in einer eigenen Partition gespeichert. So kann man System und Daten einfacher getrennt sichern und auch wiederherstellen. Denn nicht nur eine Daten-, sondern auch eine Systemsicherung kann sinnvoll sein. Das erspart Nutzern nach einem Festplattencrash im Zweifel die Neuinstallation sämtlicher Programme.

Der kürzeste Weg zur Sicherung führt über die Betriebssysteme, die entsprechende Programme mitbringen. „Beim Mac macht es keinen Sinn, eine andere Software zu verwenden“, sagt Mike Belschner vom IT-Portal netzwelt.de. „Und auch bei Windows reichen die Bordmittel eigentlich aus.“

Teils einfacher oder übersichtlicher als die Windows-Bordlösung können aber spezielle Backup-Programme sein, die noch nicht einmal etwas kosten müssen, etwa Cobian Backup, Paragon Backup & Recovery 14 Free Edition, Areca Backup oder Aomei Backupper Standard.

Die meisten Programme bieten zwei verschiedene Sicherungsarten: inkrementell oder differenziell. Beide machen zuerst ein Voll-Backup. Bei der inkrementellen Sicherung werden dann nur die Änderungen im Vergleich zum Voll-Backup oder zur letzten inkrementellen Sicherung gespeichert. Das geht schneller und spart Speicherplatz im Vergleich zum differenziellen Backup, das immer alle Änderungen im Vergleich zum letzten Voll-Backup speichert, dafür aber etwas sicherer ist.

Viel wichtiger ist aber die Frage: Wohin sichern? Für laufende und häufige Updates ist eine zweite Festplatte sinnvoll, entweder im PC oder auch extern. Aber: „Bei vielen PCs, die fertig eingerichtet im Laden gekauft werden, gibt es nur scheinbar zwei Laufwerke, meist C: und D:“, warnt Dirk Kuchel von der „Computerbild“. „Dabei handelt es sich aber oft nur um zwei Partitionen auf derselben Festplatte. Geht die kaputt, sind beide Laufwerke futsch.“ Wichtig ist deshalb eine physische zweite Festplatte.

Sicherer ist, die Platte nur sporadisch zur Datensicherung anzuschließen. Dann läuft das Backup zwar nicht mehr komfortabel automatisch, und man darf die regelmäßige Sicherung nicht vergessen, dafür ist es aber eben sicherer.

Wer von beliebigen Orten aus auf seine Daten zugreifen möchte oder noch ein zusätzliches Backup anstrebt, kann auf Onlinespeicherdienste zurückgreifen. Ein Flaschenhals dabei kann die oft nur langsame Upload-Geschwindigkeit vieler Internetanschlüsse sein, sagt Markus Mandau. Datenschutz ist ein anderes Problem. Deshalb sollte man Daten, die man auf Onlinespeicher hochlädt, stets verschlüsseln, etwa mit der kostenlosen Software Boxcryptor.

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