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Dreyklufts Netzwelt : Autonomes Fahren: Weg mit dem Blech am Straßenrand!

vom

Autos verstopfen unsere Straßenränder. Mit selbstfahrenden Vehikeln wäre das anders.

von
erstellt am 11.Sep.2017 | 17:18 Uhr

In Sachen Digitalisierung bin ich unverbesserlicher Optimist. Meine Utopie vom Verkehr der Zukunft: Neben Fahrrad, Bus und Bahn gibt es einen Individualverkehr, bei dem selbstfahrende Vehikel zu ihren Nutzern kommen, sie von A nach B fahren, und dann auf dem kürzesten Weg zum nächsten Fahrgast.

Das würde aus meiner Sicht ein Hauptproblem des heutigen Autoverkehrs lösen. Denn es ist ja nicht nur so, dass Blechlawinen unsere Straßen verstopfen. Autos stehen die meiste Zeit überflüssig herum und verstopfen unsere Straßenränder.

Dokumentation des Schweizer Fernsehens SRF zum Autonomen Fahren.

Das Problem, dass die meisten Autos die meiste Zeit nichts anderes tun, als uns Lebensraum zu nehmen, weil sie unbenutzt irgendwo stehen müssen, lässt sich aus meiner Sicht nur mit selbstfahrenden Fahrzeugen lösen. Umso schrecklicher ist für mich eine Umfrage im Auftrag von Ernst & Young (hier abrufbar als PDF) aus der vergangenen Woche.

Nur 26 Prozent der Befragten können sich klar vorstellen, in einem autonom fahrenden Auto zu sitzen. Mehr als die Hälfte lehnen es schlicht ab. Der Rest ist unentschlossen oder hat keine Meinung.

Der Hauptgrund: Angst. Vor allem Frauen glauben nicht, dass die Dinger sicher sein können, Werte Damen! Sie dürfen nicht von sich auf andere schließen! Heute werden Autos oft von Männern gefahren. Und das soll sicherer sein als von Robotern?

Für mich erstaunlicher: 66 Prozent sagen heute, „ein eigenes Auto“ sei ihnen „sehr wichtig“. Hier kommt es – hoffentlich – zu einem Wandel. Mal ehrlich: Wie wichtig sollte es uns sein, etwas zu besitzen, dass 95 Prozent der Zeit nichts anderes tut, als uns Platz zum Leben zu nehmen?

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