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Fligges Netzwelt : Aus Spiel wird Ernst

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Spiele wie „Guitar Hero“ sind beliebt. Aber mit Lernsoftware lassen sich auch echte Instrumente spielerisch meistern.

Mit „Rock Band 4“ und „Guitar Hero Live“ kommen demnächst zwei Nachfolger der erfolgreichsten Titel von Musikspielen auf den Markt. Vor zehn Jahren eroberten die Plastik-Gitarren die Wohn- und Kinderzimmer. Auch ich habe noch ein abgerocktes Exemplar im Keller stehen. Um die sechs Saiten einer Gitarre mit 24 Bünden zu beherrschen, braucht es viel Übung. Bei „Guitar Hero“ sind es nur fünf bunte Knöpfe. Und damit lassen sich schon Highscores aus den Universen von Aerosmith und Van Halen knacken.

Aber was bleibt? Auf Open-Air-Bühnen und im Kreise der Familie an Heilig Abend lässt sich damit ein Publikum nur schwer begeistern. Wer wirklich ein Instrument lernen möchte, greift nicht zum Musikspiel, sondern zur Lernsoftware. Längst ist es möglich, echte Instrumente an PC oder Konsole anzuschließen und spielerisch echtes Können zu entwickeln.

Am meisten tut sich auf dem Gebiet der E-Gitarre. Eine große Fan-Gemeinde hat der Titel „Rocksmith“. Das Spiel erkennt das Audiosignal über ein Kabel und kann so messen, wie genau Akkorde und Noten angeschlagen werden. Eine ganze Reihe bekannter Songs steht beim Kauf zur Verfügung. Ähnlich funktionieren Titel wie „Rock Prodigy“ oder „Bandfuse“.

Schwieriger wird es für Spieler klassischer Instrumente. Zwar gibt es eine viele interaktive Lernprogramme oder -apps, aber nur wenige Entwickler setzen auf die spielerische Herausforderung wie bei den Plastik-Gitarren. Für Pianisten ist das Maß aller Dinge bislang „Synthesia“. Die Software läuft über den PC genauso wie über das Tablet.

Eine Innovation auf diesem Gebiet kommt übrigens aus Deutschland. Mit „Songs2See“ hat das Fraunhofer-Institut eine Software im Stil von „Guitar Hero“ für zehn Instrumente entwickelt – darunter auch Cello, Trompete und Ukulele. Dafür benötigt man nur das Instrument, die Software und ein Mikrofon.

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