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Fligges Netzwelt : Apples Sittenwächter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Konzern hat für Apps seiner Smartwatch eine Gift-Liste herausgegeben.

von
erstellt am 30.Apr.2015 | 09:49 Uhr

Wenn es um Apps geht, versteht Apple wenig Spaß. Das offenbaren die Entwickler-Vorschriften, die der Konzern jetzt an seine digitale Armbanduhr angepasst hat. Nicht genehmigt! Dieses Urteil erwartet Apps, die die strengen Vorgaben nicht erfüllen. Die Gift-Liste wird sehr konkret. Neben Apps, die einfach nur die Uhrzeit angeben, sind auch „Furz-, Rülps-, Taschenlampen-, und Kama-Sutra-Apps“ unerwünscht – eine spannungsvolle Aufzählung.

Erneut muss sich Apple damit den Vorwurf der Zensur gefallen lassen. Was haben Darmgeräusche auf einer Luxus-Uhr zu suchen, dürften die Verantwortlichen fragen. Darum geht es natürlich nicht, sondern vielmehr ums Prinzip. Der Konzern könnte seine Kunden ruhig selbst entscheiden lassen, welche Applikationen sie für sinnvoll halten. Vielleicht mag die oben aufgeführte Gift-Liste wenig Anlass zur Aufregung geben. Doch es gibt auch andere Beispiele: So hat Apple die harmlose Gratis-App „Cluster“ gesperrt, weil sie im Bereich „Häufig gestellte Fragen“ die ebenfalls vorhandene App für das Konkurrenz-System Android erwähnt. Auch die App von stern.de wurde wegen einer Erotik-Galerie kurzzeitig aus dem App Store verbannt. Wo also hört hoher Anspruch auf und wo fängt Zensur an?

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