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Henckes Netzwelt : Apple Watch: Nicht mehr als ein Spielzeug

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Apple Watch macht es keinen Tag und kostet für eine Fernbedienung einfach zu viel, meint unser Kolumnist Gerrit Hencke.

Apple schafft mit der neuen Apple Watch den 24-Stunden-Tag auf diesem Planeten ab. Schon ein paar Jahre zuvor hatte der kalifornische Hersteller das Telefon neu erfunden. Aber das jetzt geht wirklich zu weit: Da erfindet jemand eine neue Uhr, die im Grunde nicht mehr ist als ein Spielzeug – neudeutsch Gadget – und dann hält der Akku nur 18 Stunden.

Die Fernbedienung für das iPhone kann eben auch viel mehr als eine normale Uhr – nämlich alles, was ein Smartphone auch kann. Nur müsste man dies aus der Tasche nehmen. Faulheit lässt grüßen. Und dann funktioniert sie nur mit einem gekoppelten iPhone ab Version 5 aufwärts. Die ersten Nachrichtenportale kündigen bereits Apps für die Smart Watch an. Aber wer will Texte auf einem 38 Millimeter großen Display lesen? Und wer möchte diese Spielereien wie Herzfrequenz- und Beschleunigungsmesser und GPS wirklich bedingungslos nutzen. Ohne das Wissen, wo die tollen Fitnessdaten hinverschwinden? Die Apple Watch möchte mehr über dich lernen und dir helfen gesünder zu leben. Na klar. Demnächst sprechen dann alle mit ihrem Handgelenk und man fühlt sich wie Michael Knight.

Aber ist das einen Kaufpreis von 399 bis 18.000 Euro wert? Erfolg wird die smarte Uhr wohl nur bei den Hardcore-Apple-Jüngern haben. Denn bislang bleiben die Vorbestellungen zum Verkaufsstart im April hinter den Erwartungen zurück. Auch die Resonanz der Presse und in den sozialen Netzwerken ist im besten Falle als „gedämpft“ zu bezeichnen.

Das Problem liegt auf der Hand: Apple hat versäumt mitzuteilen, wofür diese Uhr überhaupt gut sein soll. Deshalb ist sie nicht mehr als ein Spielzeug für Leute mit zu viel Geld.

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erstellt am 15.Mär.2015 | 18:23 Uhr

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