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Apple TV, iPhone 6s und iPad Pro : Apple Keynote 2015: Das sind die neuen Geräte

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Apple startet eine TV-Offensive. Das iPhone6s kann jetzt mit Druck umgehen. Das Neue auf einen Blick.

San Francisco | Apple will die Zukunft des Fernsehens mitbestimmen. Der iPhone-Konzern kündigte am Mittwoch einen App Store für seine Fernseh-Box Apple TV an. „Unsere Vision für das Fernsehen ist einfach und vielleicht etwas provokant. Wir glauben, die Zukunft des TV liegt in Apps“, sagte Konzernchef Tim Cook.

Apple ist bei weitem nicht das erste Unternehmen, das Fernsehen und Internet verknüpfen will. Der Großteil der Fernsehgeräte wird heute als „Smart-TV“ mit Internet-Zugang verkauft.

Wie erwartet zeigte Apple auch aufgefrischte iPhone-Modelle mit weiterentwickelter Bedienung. Ihre Displays erkennen erstmals auch die Stärke des Drucks und erlauben so neue Funktionen. Außerdem gab es ein größeres iPad Pro, das den schwächelnden Absatz der Apple-Tablets ankurbeln soll.

Die potenziell größte Tragweite hatten jedoch die Ankündigungen zu den Fernsehplänen mit der offenen App-Plattform. Die Transformation des TV-Geschäfts durch Apps finde bereits statt, betonte Cook in San Francisco. Als ein Beispiel nannte er Streaming-Dienste wie Netflix.

Die neue Apple-TV-Box lässt sich auch mit Sprachbefehlen steuern und kann Inhalte über verschiedene Angebote hinweg suchen. Über sie will Apple Spiele und Online-Shopping auf die Fernseher bringen.

Die neue Apple-TV-Box lässt sich auch mit Sprachbefehlen steuern und kann Inhalte über verschiedene Angebote hinweg suchen.
Die neue Apple-TV-Box lässt sich auch mit Sprachbefehlen steuern und kann Inhalte über verschiedene Angebote hinweg suchen. Foto: dpa
 

Die Bedienung von „Smart-TV“ im Online-Bereich wurde häufig als zu unbequem und die Chips als zu langsam kritisiert. Zugleich sind unter anderem Amazon und Google mit eigenen TV-Boxen auf dem Markt, die ebenfalls Apps wie Spiele auf den Fernseher bringen. Das neue Apple TV ist mit einem Preis ab 149 Dollar in den USA teurer als Konkurrenzgeräte. Preise für Deutschland sollen erst zum Marktstart Ende Oktober folgen.

Mit dem „3D Touch“ erweitert Apple erstmals seit dem Start des ersten iPhone 2007 die Art, wie ein berührungsempfindliches Smartphone-Display bedient wird. Durch die Stärke des Drucks kann man zum Beispiel zusätzliche Informationen oder Menüs aufrufen. Die Funktion können App-Entwickler in ihre Anwendungen integrieren, unter anderem in Spielen bietet das neue Möglichkeiten.

Das neue iPhone6s und das 6S plus.
Das neue iPhone6s und das 6S plus. Foto: dpa
 

Äußerlich sehen das neue iPhone 6S und das größere 6S plus genauso aus wie die aktuellen 6er-Modelle. Die Technik wurde jedoch stark erneuert. Die Chips sind schneller, die Kamera hat jetzt 12 Megapixel und kann auch Videos in besonders hoher Ultra-HD-Qualität aufnehmen. Die Preise für das iPhone 6S fangen in Deutschland auf dem bisherigen Niveau bei 739 Euro an.

Die Planke für die neuen iPhone-Modelle hängt hoch: Vor einem Jahr sorgten die beiden 6er-Geräte mit erstmals deutlich größeren Bildschirmen im Weihnachtsgeschäft für einen Absatzsprung von 46 Prozent auf rund 74,5 Millionen Geräte. Die Börsianer ließen sich von den Neuheiten nicht beeindrucken: Die Apple-Aktie gab am Mittwoch um knapp zwei Prozent nach.

Das neue iPad Pro hat einen deutlich größeren Bildschirm mit einer Diagonale von 12,9 Zoll (knapp 32,8 cm). Dazu gibt es eine klappbare Tastatur und einen Eingabestift. Apple demonstrierte, wie Büro-Arbeiter, Bildbearbeitungs-Spezialisten oder Ärzte es einsetzen können. Das entspricht der Erwartung, dass das größere iPad mit professionellen Nutzern im Blick entworfen wurde.

Größer geworden: Das neue iPad Pro.
Größer geworden: Das neue iPad Pro. Foto: dpa
 

Mit dem 2010 eingeführten iPad hatte Apple die totgeglaubte Gerätekategorie der Tablet-Computer zu neuem Leben erweckt. Zuletzt schwächten sich die Verkäufe jedoch ab, unter anderem weil Nutzern häufig ein großes Smartphone ausreicht. Das iPad sei „der klarste Ausdruck unserer Vision für die Zukunft des Computers“, sagte Cook.

Außerdem stellte Apple bei dem mehr als zwei Stunden langen Event neue Software für seine Computer-Uhr vor. In die Apple Watch wird künftig auch Facebooks Kurzmitteilungsdienst Messenger integriert - das heißt, die Nachrichten können direkt von dem Gerät beantwortet werden. Bisher ging das mit Apples hauseigenem SMS-Ersatz iMessage.

Gleich ausprobieren: Die neue Apple Watch.
Gleich ausprobieren: Die neue Apple Watch. Foto: dpa
 

Außerdem setzte Apple einen Schwerpunkt auf Gesundheitsfunktionen und demonstrierte, wie über die App der Firma AirStrip Daten von medizinischen Geräten auf die Uhr kommen.

Alles auf einen Blick:

iPhones: Beim neuen iPhone 6S entwickelt Apple erstmals seit dem Start des ersten Modells vor über acht Jahren die Bedienung eines Touchscreens weiter. Die Displays erkennen jetzt auch die Stärke des Drucks. Damit kann man sich zum Beispiel durch Antippen zusätzliche Informationen anzeigen lassen. Außerdem gibt es bessere Kameras und schnellere Chips. Getreu Apples Zwei-Jahres-Rhythmus kommt die neue Technik in diesem Jahr in die Gehäuseform des bisherigen Modells.
iPad Pro: Das neue „Riesen-iPad“ hat eine Display-Diagonale von 12,9 Zoll (32,8 cm). Der Bildschirm ist so breit, wie er beim aktuellen großen Modell lang ist. Apple demonstrierte, wie Bildbearbeitungs-Spezialisten oder Ärzte mit dem Gerät arbeiten können. Als Zubehör gibt es einen Stift und eine Falt-Tastatur.
Apple TV: Apple will mehr Apps auf den Fernseher bringen. Zur neuen Version der Box Apple TV gibt es einen App Store, der allen Entwicklern offensteht. Auf diesem Weg sollen auch Spiele auf den Fernseher kommen, die Fernbedienung des Geräts wurde mit einem Touch-Feld und einem Gyro-Sensor wie bei Nintendos Wii-Konsole ergänzt. Das neue Apple TV lässt sich zudem über verschiedene Dienste hinweg per die Siri-Sprachsteuerung bedienen.
Apple Watch: Der Facebook Messenger wird vertieft in die Apple-Uhr integriert, so dass Nachrichten direkt vom Handgelenk aus beantwortet werden können. Außerdem gibt es weitere Gehäuse-Farben und ein Modell der Apple Watch in Zusammenarbeit mit dem Luxusmodehaus Hermès.

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erstellt am 10.Sep.2015 | 08:07 Uhr

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