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Henningstens Netzwelt : Apple, Google, Tesla: Wenn Goldgräber Autos bauen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

iCar? Google-Auto? – an der Westküste der USA werden Milliarden in den Automobilbau investiert.

Ereilt Mercedes, Audi und BMW das gleiche Schicksal wie Nokia? Wenn das Wall Street Journal Recht behält, hat Apple im Silicon Valley 200 Experten von Autoherstellern aus aller Welt versammelt, die gemeinsam das „iCar“ entwickeln – einen elektrisch betriebenen Van mit einem angebissenen Apfel als Marken-Logo. Bis 2020 soll das Apple-Auto mit dem Projektnamen „Titan“ in Serie gehen.

„Apple hat keine Ahnung, worauf es sich da einlässt“, kommentierte der letztes Jahr abgelöste General-Motors-Chef Dan Akerson die hochtrabenden Pläne der i-Company. Und auch Daimler-Chef Dieter Zetsche glaubt nicht recht daran, dass Apple ins Autogeschäft einsteigen könnte. Doch Apple wäre nicht das erste Unternehmen aus dem Land der Goldgräber, das dem Pkw-Geschäft durchaus noch Wachstumschancen einräumt. Elektroauto-Pionier Tesla glänzt aktuell zwar nicht mit besten Quartalszahlen, ist aber bereits ein ernst zu nehmender Konkurrent für deutsche Premiumhersteller. In Norwegen, der Schweiz und den Niederlanden, wo emissionsfreie Autos steuerlich gefördert werden, gehören Elektroautos wie der Tesla Model S längst zum Stadtbild.

Auch Google steckt Milliarden in die Pkw-Forschung. In Mountain View wird nicht nur an selbstfahrenden Autos gearbeitet. Der Suchmaschinen-Gigant verfügt über genügend Know-how, ebenfalls bis 2020 ein Elektroauto ins Rollen zu bringen. Vom Kapital ganz zu schweigen. Apple hat Nokia nicht aus dem Markt gekegelt, indem es ähnliche Produkte zum günstigeren Preis geliefert hat. Das iPhone war ein verlockendes Produkt, das jeder haben wollte, zu einem viel höheren Preis. Der Automarkt funktioniert zwar nach anderen Gesetzen. Doch für ein cooles California-Car wäre schon noch Platz auf der Überholspur.

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erstellt am 26.Feb.2015 | 01:58 Uhr

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