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Matthies’ Netzwelt : App „Memoji“ – Wir werden jetzt alle Emojis

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Smartphone-Nutzer können ihr Gesicht mit einer App zum Emoji aufhübschen. Doch es fehlt noch was.

Bis jetzt sind es meist kleine gelbe Gesichter, die lachen, weinen, cool aussehen, frustriert dreinblicken, schnaufen oder küssen. Das ändert sich. Mit der neuen App „Memoji“ von Facetune ziert auf einmal das eigene Gesicht das Smartphone-Display - als Emoji. Elf Varianten gibt es bereits, leider sind die lustigsten noch nicht dabei.

In der App, die bisher für iOS, aber nicht für Android verfügbar ist, lädt der Nutzer ein Bild hoch und kann dann beispielsweise einen Kussmund verschicken, genauso aber auch zeigen, dass ihm schlecht oder er gerade zu Tränen gerührt ist. Die menschlichen Emojis können über die gängigen Kanäle verschickt werden.

<p>Mal so richtig herzlich lachen - als menschlicher Emoji sieht das lustig aus, aber auch irgendwie schräg.</p>

Mal so richtig herzlich lachen - als menschlicher Emoji sieht das lustig aus, aber auch irgendwie schräg.

Foto: Memoji/Facetune
 

Das Ganze ist eine süße Spielerei mit der eigenen Mimik - der Nutzenfaktor der App darf allerdings kritisch beäugt werden.

Zielgruppe ist wohl vor allem die jüngere Generation, die sich sonst bei Snapchat herumtreibt. Aber sind sie bald überhaupt noch in der Lage, normale Gestik und Mimik zu erkennen? Und wann ist der Überfluss an Herzchen, zwinkernden und lachenden Smileys oder bunten Einhörnern zu viel?

Am Siegeszug der Emojis lässt sich die Antwort ablesen: Unsere schillernde Welt kann immer noch mehr von ihnen vertragen.

Das sollten auch die „Memoji“-Entwickler beherzigen - sie haben einige Gesichter vergessen. Was machen etwa Betrunkene? Eine Bier-Visage fehlt noch. Auch Witzbolde kommen zu kurz. Das Zunge-Rausstreck-Emoji taucht nicht auf. Am schmerzlichsten vermisst wird aber eines der beliebtesten Emojis überhaupt: der Kackhaufen.

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erstellt am 04.Apr.2017 | 14:26 Uhr

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