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Anonymous gegen Donald Trump

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Hacker-Kollektiv will in der #optrump online gegen den umstrittenen Kandidaten vorgehen.

von
erstellt am 18.Mär.2016 | 08:57 Uhr

Das anonyme Hackerkollektiv hat sich schon mehrfach gegen den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ausgesprochen. Jetzt hat es ihm den „totalen Krieg“ erklärt. Ja, mit genau dieser Wortwahl. Am 1. April will Anonymous mit der Hilfe von Internetnutzern weltweit zuschlagen. Die Seite des umstrittenen US-Milliardärs soll unter dem Motto #optrump derartig häufig aufgerufen werden, dass der Server alle Viere von sich streckt und sie für niemanden mehr erreichbar ist. Das ist eine schon häufiger genutzte Methode, um Seiten offline zu setzen. Zumindest für kurze Zeit. Das nennt sich dann DDoS-Attacke, also Distributed Denial of Service.

Man kann bezweifeln, dass der Kandidat mit der Feinfühligkeit eines Presslufthammers sich davon beeindrucken lässt. Mal ganz abgesehen davon, dass eine vorübergehende Nicht-Erreichbarkeit einer Internetseite in Zeiten von Facebook zu verschmerzen ist. Die dadurch entstehende Aufmerksamkeit braucht es nicht. Die meisten Wahlberechtigten werden mitbekommen haben, dass hier kein humanistisch geprägter Feingeist an die Macht will. Bei aller Kritik gegen seine Person: Diesmal will das Kollektiv in eine demokratische Wahl eingreifen. Dabei ist einer der Grundsätze der Kampf gegen die Zensur, zum Beispiel indem türkische Regierungsseiten lahmgelegt werden. Eine zweite Strategie gegen Trump könnte eher aufgehen. Am 1. April sollen angeblich brisante Informationen veröffentlicht werden. Diese sollen Unterstützer noch sammeln. Trump sollte vor der angedrohten Mauer zu Mexiko auch eine gute Firewall hochziehen.

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