Open Food Facts : Barcode scannen für das Klima: Mit dieser App kaufst Du nachhaltiger ein

Author: kevin laminto / Unsplash
Wissen, was in den Lebensmitteln drin ist mithilfe einer Datenbank für Lebensmittel-Infos

Eine offene Datenbank für Lebensmittel-Infos, die vom Mitmachen lebt? „Open Food Facts” lässt sich mithilfe des Smartphones nutzen, indem man den Barcode eines Produktes scannt. Die Datenbank hilft unter anderem umweltfreundlicher einzukaufen.

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25. Januar 2022, 11:25 Uhr

In diesem Artikel erfährst Du:

  • Wie „Open Food Facts” funktioniert.
  • Inwiefern die Datenbank dabei hilft, nachhaltiger und umweltfreundlicher einzukaufen.
  • Wie Du mithilfe von „Open Food Facts” selbst Produkte erfassen kannst.

Du bist im Supermarkt und möchtest möglichst klimafreundlich einkaufen gehen – Dir fehlen aber die nötigen Informationen? Nicht bei jedem Produkt ist auf den ersten Blick erkennbar, ob es sich um ein nachhaltiges Lebensmittel handelt. „Open Food Facts” will das ändern und Dir schnell und übersichtlich die nötigen Informationen liefern. Die Datenbank mit dazugehöriger App ist ein gemeinnütziges Projekt, das mithilfe von Freiwilligen immer weiter entwickelt wird. Laut eigenen Angaben machen bereits mehr als zehntausend Menschen mit.

Wie funktioniert Open Food Facts?

App öffnen, Barcode scannen, fertig. Mithilfe von Open Food Facts werden in sekundenschnell alle wichtigen Informationen zu dem Produkt aufgelistet: Enthaltene Lebensmittelzusatzstoffe (E-Nummern) sowie die Nährwertqualität (Nutri-Socre) und der Grad der Verarbeitung (Nova-Score). Außerdem werden Hinweise auf enthaltenen Alkohol oder Allergene aufgeführt. Für letztere lassen sich auch Warnungen aktivieren.

Bisher umfasst die Datenbank schon weit mehr als eine Millionen Lebensmittel. Nach weiteren freiwilligen Unterstützern wird gesucht. Wer die App runterlädt, ist gleichermaßen Nutzer und Helfer. So können nicht nur Informationen abgerufen, sondern auch eingetragen werden. „Wir brauchen dich”, schreibt Open Food Facts auf der Homepage. „Benutze unsere Android, iPhone oder Windows Phone App, scanne die Produkt-Barcodes und lade zum Schluss die Bilder der Etiketten hoch.”

ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht vom 24. Januar 2022: Vegetarisch heißt nicht automatisch gesund. Die Open-Food-Facts-App zeigt sofort an, wie es um die Nährwertqualität eines Produktes bestellt ist. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Zacharie Scheurer

ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht vom 24. Januar 2022: Vegetarisch heißt nicht automatisch gesund. Die Open-Food-Facts-App zeigt sofort an, wie es um die Nährwertqualität eines Produktes bestellt ist. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Mithilfe von Open Food Facts die Umwelt im Blick behalten

Warum Du Open Food Facts unterstützen solltest? Das Projekt hilft dem Klimawandel entgegenzuwirken. Verbraucher erfahren etwas über den CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln sowie über deren Verpackung und mögliche Verwertung. In diesem Zusammenhang kommt auch ein sogenannter Eco-Score ins Spiel. Der Eco-Score, nicht auf jedem Lebensmittel direkt erkennbar, bewertet die Umwelteigenschaften eines Lebensmittels innerhalb von fünf Stufen.

Anhand dessen kann abgelesen werden, was für einen Umweltfußabdruck das Produkt hat. So gibt es 16 Kategorien, die bei der Bewertung des Produktes eine Rolle spielen. Unter anderem Versauerung, Klimawandel und Ozonabbau. Ein Lebensmittel mit der Bewertung A hat eine niedrige Auswirkung auf die Umwelt und ein Produkt mit einer Bewertung von E hat eine hohe Auswirkung.

Open Food Facts braucht Unterstützung und eine große Community

Auch Lebensmittel-Eigenschaften wie bio, glutenfrei, vegan, vegetarisch, halal oder koscher lassen sich mithilfe der Datenbank einfacherer nachschauen. Wer möchte, kann verschiedene Produkte miteinander vergleichen und auch diverse Listen erstellen, etwa zum Einkaufen oder zum Nachhalten von Ernährungsgewohnheiten. Diese Listen lassen sich bei Bedarf mit Freunden oder der Community teilen oder auch exportieren.

Damit Open Food Facts funktioniert, ist das Projekt nicht nur auf viele Nutzer und Helfer angewiesen. „Wir benötigen zudem Spenden, um Open Food Facts 2022 weiterhin zu finanzieren und weiter entwickeln zu können”, heißt es. Gesucht werden Experten zu Projekt-Management, Design und Entwicklung.

Mit Material der dpa

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